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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 113

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 113)
Language
German
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115 war, und die euböische Mine sich zur attischen wie 25:18 verhalten haben müsse, da die äginäische zur euböischen wie 6: 5, zur attischen wie 5 -: 3 gewesen sei. Nun fällt zwar diese Pyramide von Gleichungen schon dadurch in sich zusammen, daß seine Ansichten wom Gewicht der äginäischen wie der euböischen Mine unhaltbar sind: die äginäische verhielt sich zur attischen nicht wie 5:3, sondern etwa wie 7 : 5, wie neuerdings Hultsch S. 134 u. w. hinreichend bewiesen hat; und die euböische zur attischen nicht wie 25 :18, sondern beide waren ganz identisch, wie Mommsen S. 24 — 26. 55 eben so genügend gezeigt hat*), und ich selbst im Verfolge hoffendlich noch zwingender zeigen werde. Außerdem aber, Böckh's eigene Gleichung liefert ja für das babylonische Talent ein anderes Resultat, denn wie kann dieses babylonische Talent dem äginäischen gleich gewesen sein, wenn zu dem euböischen das babylonische wie 7:6, dagegen das äginäische wie 6: 5 sich verhalten hätte? Ferner finden wir ja über das babylonische Talent ganz abweichende Angaben, es soll nach Aelian in seiner varia historia 1, 22 gleich 72, nach Pollux 9, 6 gleich 70 attischen Minen gewesen sein, also zum attischen Talent nicht wie 5: 3, sondem wie 6:5 resp. wie 7:6 sich verhalten haben! Und eine glänzende Bestätigung hat, freilich erst in neuester Zeit, des Pollux Angabe durch authentische assyrische und babylonische Gewichtsstücke erhalten, welche unter den Ruinen von Nimrud gefunden wurden, und auf denen in aramäischer Sprache ihr Gewicht angegeben ist; anschaulich handelt von ihnen Levy S. 148—154, und es ist nur zu bewundern, wie naiv Dieser eingestehet, daß zu ihrem Gewichte Böckh's Annahme (daß die mosaischen Schekel schon ganz *) Ich will daraus bloß anführen, daß nach Polyb. 21, 14, 4 Liv. 37, 45. Appian Syr. 38 Antiochus den Römern 15000 euböische Talente zahlen sollte, und nachdem er die ersten 3000 entrichtet, werden Polyb. 22, 26, 19 und Liv. 38, 38 die restirenden 12000 attische „von 80 römischen Pfunden" genannt, welcher in dem Vertrage selbst gemachte Zusatz außer allen Zweifel stellt, daß echtattische gemeint sind. 8

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