Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1862
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1862-01-01
- Page
- – (sequence 111)
- Language
- German
- Belongs to
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113 Aber den Werth des biblischen Schekel haben aber so ersichtlich keine wissenschaftliche Grundlage, daß ihre Widerlegung mir erlassen werden wird; sie mußten gemustert und beleuchtet werden, die Ergebnisse hiervon werden uns auch im Verfolge manchen Dienst leisten, aber nach dem wirklichen Werthe des mosaischen Schekel müssen wir weiter suchen. 8- 3. Unter den Neueren herrschen über den biblischen Schekel besonders Zwei verschiedene Ansichten: Mit Jbn-Esra zu 2 Mos. 39, 13 erblicken Manche in der gera die Bohne aus, der beliebten Schote des Johannisbrodbaumes (charub), deren 20 ungefähr 98 Gran wiegen. Böckh aber, welcher diese Deutung einfach „lächerlich" findet, giebt dem mosaischen Schekel 274 Gran wie dem mackabäischen, weil 1) Schimon Mackabäus doch gewiß nicht linlrbe von dem alten Gewichte abgewichen sein, dann aus einiger: metrologischen Gründen, die ich nachbringen werde. Ich kann nun Böckh's Ansicht nicht theilen, rund sowohl weil er eine so große Autorität ist, als auch weil ihm hierin so Viele (neuerlich selbst Levy und Zuckermann) ohne Prüfung gefolgt sind, muß ich die Widerlegung derselben desto gründlicher führen. Gegen sein erstes Argument habe ich einzuwenden: a) woher denn gar sollte Schimon das richtige Gewicht des mosaischen Schekel gekannt haben? durch Tradition? man male sich nur aus, wie schwierig.-diese gewesen wäre! und sollte sie neben dem nachgewiesenen Entrichten von Silberdareiken anstatt eines halben Schekel noch nebenher gelaufen sein? b) warum sollte denn grade dieser Schimon ftrict das alte Schekelgewicht haben reproduciren wollen? man nahm es ja damit im Alterthum so genau gar nicht! Denn nach Obigem verzichte ich zwar darauf, hiefür die Aussage des R. Jehuda Sehekalim 2, 4 geltend zu machen, daß es für den „halben Schekel" keine Werthfixirung gegeben habe: aber wir sahen in § 2, man zahlte statt desielben einst Silberdareiken von 103 Gran und später „Drittel" vermuthlich von 68% Gran, seit Alexander 10 attische Obolen von zusammen 137 Gran, dann 2 lyrische Drachmen von III. 8