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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 110

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 110)
Language
German
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112 Werthe als die nach ihnen „entrichteten" Selaim gewesen,* **)) was doch gewiß nicht R. Jehuda's Meinung war; 2) diese kleinen Goldplättchen wurden doch wohl nicht auch Dareiken genannt? Mir scheint vielmehr R. Jehuda's auffällige Aussage aus der überlieferten Nachricht, daß man einst Silber-Dareiken statt-.des halben Schekel gegeben habe, irrthümlich hervorgebildet zu sein?*) Sehen wir daher die persischen Silbermünzen schon jetzt etwas an. Es haben sich deren einige von 240 Gran erhalten, welche ersichtlich sich hier nicht zur Vergleichung empfehlen. Dagegen will Levy S. 22 unter Nechemja's Schekel den von Xenophon anab. 1, 5, G erwähnten Siglos von 7 V2 attischen Obolen (1023/4 Gran) verstehen , von welchem es Drittel und Sechstel gegeben hätte: doch, frage ich, hätte man wohl die Tempelsteuer auf eine Münze von nur 2 */2 Obolen herabgesetzt? Richtig aber hat schon Böckh S. 50 diesen Siglos mit den uns erhaltenen persischen Silbermünzen von 103 Gran identificirt; und bekanntlich giebt es auch phönicischperstsche von gerade doppeltem Gewicht, von etwa 205 Gran. Daß es auch von letzteren werde Drittel gegeben haben, wird mir daraus noch besonders wahrscheinlich, daß ein solches Drittel von etwa 68^3 Gran grade eine phönicische Drachme war. Ich werde in § 6 zeigen, daß jener Siglos grade der eigentliche Silberdareikus war; und vermuthe nun, daß man in ihm, der ein Halbstück war, eine Zeitlang „den halben Schekel" entrichtete, seit Nechemja aber, vielleicht wirklich aus Dürftigkeit, nur T/3 des Ganzstückes d. i. eine Lyrische Drachme Zahlte. Alle diese direkten wie indirekten alten und^ älteren Angaben *) 8,2 Gramm sind an 154 Gran; ich werde durchweg das Gramm zu 18,g3 Gran berechnen, eigentlich ist es 18,827 Gran. **) Aus dieser Nachricht mag es auch stammen, daß noch „Jonatau" zu 1. Most 24, 22 und zu 2. Mos. 38, 26 den halben Schekel' durch Darkemon übersetzt, falls mau nicht das Unwahrscheinliche statuiren will, daß er darunter eine große alexandrirüsche Drachme verstanden habe, welche wie gesagt die LXX für den halben Schekel setzten.

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