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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1862-01-01 · Heft 1 · page 61

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1862
Issue
Heft 1
Date
1862-01-01
Page
– (sequence 61)
Language
German
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60 Rebekka, Jakobs und Rahel's erzählte, wie der allmächtige Gott jene aus den schwersten Drangsalen errettet habe, daher der Mensch ihm, dem ewigen Gotte, von dem die wunderbarsten Thaten stammen, stets vertrauen muffe. Nach Verlauf des erwähnten Zeitraumes hatten endlich Reuels Landesbewohner sich mit ihm ausgesöhnt und ihn in seine frühere Würde wieder eingesetzt. Jetzt strebten die angesehensten Fürsten der Umgegend sich mit ihm zu verschwägern, besonders war es die schöne und edle Zipora, um deren Hand alle warben. Reuel, um den allzugroßen Troß vornehmer Freier zurück zu halten, stellte eine Bedingung, und nur Derjenige, welcher solche erfüllt haben werde, sollte seine Tochter zum Weibe erhalten. Und die Aufgabe war folgende: *Jn dem den Palast Reuels umgebenden Lustgarten befand sich mitten unter.allerlei kostbaren Gewächsen ein saphirner Stab aufgepflanzt, worauf der unaussprechliche Name des ewigen Gottes zu lesen war. Dieser Stab, von dem Allmächtigen bestimmt, daß mit demselben einst die großen Wunderthaten in Aegypten und am rothen Meere verrichtet werden sollten, war in der Abenddämmerung des sechsten Schöpfungstages erschaffen und dem ersten Menschen zur Aufbewahrung übergeben worden. Als Adam aus dem Paradiese vertrieben ward, nahm er jenen Stab mit, und bearbeitete damit die Erde, wie es seine Bestimmung geworden war. Vor seinem Tode übergab Adam jenen Stab an Henoch, dieser an Noah, Noah an Sem, Sem an Abraham, Abraham an Jsaak, Jsaak übergab ihn an Jakob vor des letzteren Wanderung nach Mesopotamien und es war derselbe Stab, von dem der letzte Patriarch sagte: „daß er mit ihm allein den Jordan überschritten und dann zu zwei Lagern geworden." (1. Mos. 32, 11.) Später nahm Jakob diesen Stab mit nach Aegypten, vor seinem Hinscheiden gab er ihn Joseph „als einen Vorzug vor seinen Vrüdern." (1. Mos. 48, 22.) Nach Josephs Tode gerieth mit dessen ganzen Habseligkeiten auch jener Stab in die Hände Pharao's. Der ägyptische König schenkte ihn später dem an seinem Hofe als Rath und Bilderschriftkundiger sich aufhaltenden Reuel. Als Reuel Aegypten ver-

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