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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 183

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 183)
Language
German
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164 „Er, der Königen Heil und Fürsten Regierung verleiht, dessen Reich aller Ewigkeiten Reich ist, der seinen Knecht David von dem Schwerte seiner Feinde rettete und einen Pfad durch mächtige Gewässer bahnte, er segne, behüte, beschütze und beschirme, erhöhe und hebe hoch empor unsern Landesherrn (Papst, Kaiser, König, Herzog). „Der König der Könige schirme ihn in Seiner Gnade und mache ihn freudig und frei von allen Gefahren und jedem Leid. „Der König der Könige in Seinem Erbarmen erhöhe sein Glückshorn und mehre seine Tage in Frieden. „Der König der Könige in Seiner Allbarmherzigkeit flöße in sein Herz und in das seiner Räthe und aller derer, die ihm dienen, mit uns und ganz Israel gnädig zu verfahren. „Möge in seinen und in unseren Tagen Juda glücklich sein und Israel sicher wohnen. Dieses das wörtlich übersetzte Gebet der Juden für ihre Fürsten. Daher pflegten auch weise Regenten falsche Berichte von ihren Höfen abzuweisen. Schön erzählt R. Simon Ben Zochai in seinem Sohar genannten.Werke, es sei göttliche Ueberlieferung, daß die Könige der Nationen der Welt. die Fürsten und Regenten, welche die Juden hicnieden beschützten oder ihnen Gutes erwiesen, sich gewisser Grade der Seligkeit und jenseitiger Belohnung zu erfreuen hätten; Diejenigen hingegen s welche der jüdischen Nation Leid zufügten, Mit besonderen ewigen Strafen würden belegt werden. — Man sieht somit die Treue der Juden gegen ihre Regenten klar bewiesen. Möge doch auch Niemand denken, daß die Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal eine Folge ihrer sie leben, mit lauter Stimme, damit alle Juden es hören können, und sie sagen darauf Amen. Sie haben die Form des Gebetes in dem Buche (!) The humble Adress gesehen."

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