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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 · page 130

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1861
Issue
Heft 1
Date
1861-01-01
Page
– (sequence 130)
Language
German
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111 seine Werke machten Aufsehen in der literarischen Republik und der bloße Name des gelehrten Verfassers gereichte allgemein zur Empfehlung^): er galt für einen Polyhistor, und selten passirte ein Bildung beanspruchender Mann seinen Wohnort, ohne ihm einen Besuch abzustatten und die Bekanntschaft des „Amsterdamer Rabbiners", wie par excellence er noch heute genannt wird, zu machen. Der Kreis seiner christlichen Freunde und Bekannten war sehr groß. Eine natürliche Folge der Duldsamkeit, welche die freien General-Staaten gegen die Bekenner des jüdischen Glaubens übten, war, daß Christen immer mehr und mehr den Juden sich näherten, und demgemäß auch Juden die Christen in ihren wissenschaftlichen Bestrebungen nach Kräften unterstützten und sich gegenseitig förderten; letzteren war es wie immer, so namentlich in jener Zeit, wo das Studium des Hebräischen als allgemeines Bildungselement galt, und selbst Frauen, wie die berühmte und berüchtigte Anna Maria von Schurmann, welche sogar hebräische Gedichte verfaßte, Henriette Catharina Frisia, die außer der griechischen, lateinischen, italienischen und holländischen Sprache auch des Hebräischen, Arabischen und Aethiopischen kundig war, die hebräische Sprache Pflegten, rede zum 2. Theile des Conciliad.: „Respondi a mas de 150 Epistolas de hombres doctos de toda Europa sobre muchas preclaras dudas, y questiones;“ 1647 war sie auf 300 (200) gestiegeu, The- 80io dos Dinim, 150b: ,,E mays de 300 Epistolas escritas a varios litrados e senhores, sobre muy diversas e difficultosas questoens;“ 1655 sind es wieder oder noch 200, Estat. de Nebuch., Eude: „Ultra mas de 200 Epistolas escrit. a personas doctas.“ 82) Reimrnanianae Bibl. Theol. Catal. (Hildesia 1731), 1132: „Hujus auctoris (M.) nomen ad opus commendandum sufficit adeo excellit in republica litteraria. Nec immerito. Siquidem tanta est ejus Polyhistoria, tantaqufe judicii subtilitas, et dicendi juxta ac disserendi facultas ut ex Rabbinis nemo eidem praeferri“; vgl. auch Walch, Bibi. Theol. (Jena 1757), I, 302.

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