Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1861
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 112)
- Language
- German
- Belongs to
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93 fiel auf den Gedanken, in seinem Wohnorte eine Druckerei zu errichten und schritt rasch zur Ausführung seines Plans. Am 1. Januar 1627 (13. Teweth 1387) war der erste Druck seiner Osficin, ein hebräisches Gebetbuch nach spanischem Ritus, beendet; es war dieses die erste hebräische Schrift, welche in dem durch seine bedeutenden typographischen Anstalten später so berühmt gewordenen Amsterdam erschien. In diesem Gebetbuche wird berichtet, daß Menasse durch die Abschwächung der Bombergischen Typen bewogen worden, neue schöne Typen nach Angabe des Sopher Michael Jehuda Leon zu gießen, INI worauf sich wohl später die Tradition gründete, daß man in Amsterdam die Typen aus Gold oder Silber gegossen habe 22). Dergestalt gilt Menasse als der Begründer der hebräischen Druckerei in Holland. Dem Gebetbuche folgte bald die hebräische Grammatik seines Lehrers Usiel 23) und wenige Monate später^) ein eigenes' Schriftchen des Druckereibefitzers, ein Index zu Rabbot. Mit diesem m*) betitelten Büchelchen betrat Menasse, noch nicht vier und zwanzig Jahr alt, die literarische Laufbahn, auf welcher er bis zu seinem Lebensende erfolgreich ausharrte. 22) Steinschneider, Hebr. Bibliographie (Berlin 1859), H, 4f Note 3. „Yo introduxe la Typographia Hebrea en estas partes“ sagt Menasse. selbst in der Vorrede zum 2. Theile des Conciliador. 23) ‘piöb N28A mit einer kurzen hebr. - spanischen Terminologie, herausgegeben von Jsaae Nehemias, Amsterdam, Siwan 1627; Proops 1710. 24) Adar H, 1628. — In dem von Menasse selbst angefertigten und von Barri os (Vida de L Huziel 46) mit wenigen Veränderungen fast wörtlich nachgeschriebenen Verzeichniß seiner Werke, hinter seiner Schrift E statua de Nebuchadnesar (s. weiter unten) nennt er „donde se senalen los versos de la S. 8. que se declaran en todo el Rabot, con los lugares eomunes de las materias.“ Das Schriftchen umfaßt (Wolf l. e. III, 707) c. 78 Seiten; 53 über den Pentateuch und 25 über die Megilloth.