Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1861
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1861-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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XIX als heilige Sprache dem traditionellen Judenthume ein -Wesentliches ist, in solchen Kreisen wieder heimisch zu machen, in denen man sich ihr eine Zeit lang entfremdet hatte. Und welchem Meister des hebräischen Styls begegnen wir hier! Wie weiß er das Hebräische mit Gewandtheit, Leichtigkeit, ja oft mit einer Zierlichkeit zu handhaben!' Und doch war das Hebräische nur eine der vielen Sprachen, in denen er sich mit Leichtigkeit bewegte. Als Sprachkenner nimmt I o st gewiß eine der ersten Stellen ein. Scheute er doch keine Mühe, selbst in vorgerücktem Alter sich die Kenntniß des Polnischen und Russischen anzueignen; von letzterem hat er uns durch seine Übersetzung des Strafnoi im ersten Jahrgange des Jahrbuches, zum gewiß nicht geringen Erstaunen Vieler, eine schöne Probe geliefert. — Aber weder die wissenschaftlichen Arbeiten des Historikers, noch die Wirksamkeit des Schulmannes erschöpften die Thätigkeit unseres Jost. — Eine vorwiegend praktische Natur, wie er war, der sich keinen ediern Beruf dachte, als die Einwirkung auf seine Glaubensgenossen, sehen wir ihn jederzeit kampfgerüstet und schlagfertig, wo es galt, die Sache des Judenthums öffentlich zuwertreten, Irrthümer zu berichtigen, Unbill abzuwehren, Anklagen zu widerlegen. Zu den bleibenden Denkmälern, die der Verklärte sich errichtet, gehört neben feinem „Sendschreiben an Streckfuß", 1833, und seinen „legislativen Fragen". 1842, ganz besonders die gegen die Theorie du Judaisme des Abbee Chiarini zu Warschau im Jahre 1831 gerichtete Schrift. Bei der im Verhältnisse zu den eigentlichen'Culturländern im Allgemeinen noch niedrigen Bildungsstufe der östlichen Länder haben Schriften, wie die des Abbee Chiarini in jenen Gegenden eine viel ernstere Bedeutung als in Kreisen, wo die öffentliche Besprechung wichtiger Fragen an der Tagesordnung und die 'Controverse geb*