Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1860
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 215 (sequence 213)
- Language
- German
- Belongs to
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215 Welche sich damals die Verfolgung gegen die Juden ausbreitete, noch Osnabrück, Minden und Lübbeke zu rechnen find. Vgl. auch Hannoversches Magazin 1814 pag. 1361 ff. Dasselbe ist auch mit Lüneburg (siehe die folgende Note) und München der Fall, denn in den Annales Matseenses bei Pertz Mon. Germ. IX, 829 heißt es: Ob baue nernppe nefariam infamiam (d. i. des Brnnnenvergiftens) in Lalzburga et Monaco et in aliis infinitis civitatibus Judei fuerant cremati, cesi, secti et quomodo aliter trucidati et occisi. 16) Siehe Manecke: Kurze Beschreibung und Geschichte der Stadt Lüneburg p. 148. Die im Texte erwähnte Synagoge zu Lüneburg wurde am 12. Februar 1411 nebst zweien Häusern und dem Wassergange, wahrscheinlich der mpö, dem dortigen Bürger Heinrich Rubow von Seiten des Rathes erblich verkauft. Siehe Hempel- Verzeichniß der Urkunden der Historie von Niedersachsen III, 34. 17) Vgl. Harland: Geschichte der Stadt Eimbeck I, 340 Xo. X und 382 No. LV, tt>i> es heißt: „Wy de Rad to Einbeck bekennet openbar in düssem breve .... dat Essera de yodde hefft verkofft an sinem Hufe, Hove unde stede, stande an der yoddenstratentwischen der yoddenschole und Albrecht Müllers boden vor viffteyn marck Embeckischer weringe, de ome al betalet sin . . . . Doch hefft Essera vorbenomt seck und sines Hufes besitteren fülle macht hir inne beholden, dat se dusse marck geldes yerliker gulde mögen vor viffteyn marck Embeckischer weringe wedder äff kopen to allen tiden na tinses rechte, deß se dat den genanten Kiperu erst vvrkündigen eyn verndel Jares tovoren." 18) Vgl. die Noten zu meinem Emek habbacha pag. 187, wo die betreffende Inschrift mitgetheilt und erläutert ist. 19) Die ganze Urkunde ist abgedruckt im Vaterländischen Archiv 1833 pag. 379 ff, doch steht dort au unserer Stelle ebenso wie überall, wo diese Stelle citirt wird bis auf Andreae (Chronik der Stadt Hannover päg. 62), der sogar den Druckfehler bei Havemann loc. cit. I, 638, wo auf Jahrgang 1832 des vaterländischen Archivs verwiesen wird, nachschreibt, unrichtig von stunden an statt van staden an. 20) Siehe die Urkunde hierüber bei Jung loc. cit. p. 79. Aus derselben geht zugleich hervor, daß es falsch ist, wenn Ca ssel in seinem Artikel Juden im Ersch und Gruber p. 87 und 89 behauptet, daß der güldene Opserpfennig dem Kaiser allein gehörte und niemals verschenkt werden durfte. 21) Auch diese im hiesigen königlichen Archive befindliche Urkunde theilt Jung mit loc. cit. p. 80 f. 22) Die betreffende in Basel ausgestellte Urkunde ist abgedruckt