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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 172

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1860
Issue
Heft 1
Date
1860-01-01
Page
Seite 172 (sequence 170)
Language
German
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172 werden (überantworten) uppe sunte Jurien Berghe dem pro veste des stychtes eyn stoueken wynes eder also vele pennynge alse et denne ghilt to erer wedirstandinghe (zu ihrem Entgelt) des dat de provest unde de heren van sunte Jurien Berghe dor bede. willen, user hejren des Rades to Goslere hebbet georlouet der vorbenomden Judeschap unde eren "nakomelinghen, dat tze ere dode Juden graben moghejt uppe dat blek (Feld) by der^vorbenomden heren vor sunte Jurien Berghe kolgarden , Also de bref utwiset den * de provest unde de heren van sunFe Jurienbergbe on dar up hebbet ghegheuen. Dysses sint tughe heneke van uslere, heneke van nowen unde vele anderer ghuder Lude. To orkunde unde to tughe dat se dat stede, ewich vast holden willen unde schulten, so hebbe ek Conrad Rommolt vorenomt dor bede der Juden unde van Richtes weghen^mvn Jngheseghil ghehenget an dessen Bref. Na goddes bort dritteynhundert Jar in deme achteden unde veftygesten Jare des sondages to Letare." Im Jahre 1418 entstand in Goslar ein Streit, der durch einige Juden veranlaßt wurde, welche aus Braunschweig dahin gekommen waren und als sie nach dieser Stadt wiederum zurückkehren wollten, ihre Schuldner drängten, ihnen ihre Forderungen zu bezahlen. Der Rath in Goslar hatte dies nämlich nicht allein verboten, sondern sogar das Vermögen der Braunschweiger Juden in städtischen Gewahrsam genommen und die Angelegenheit wurde so verwickelt, daß sich das kaiserliche Hofgericht ins Mittel legen mußte. Die Entscheidung desselben theilt Heineccius ant. Gosl. p. 871 mit. — Auch in den aus dem vierzehnten Jahrhunderte herrührenden und von Leibnitz in den 8eriptores rerum Brunsvicensium III. 484— 535 wie von Goeschen mitgetheilten goßlarschen Statuten finden sich einige Paragraphen, welche die Juden betreffen. Läßt ein Jude, heißt es in denselben, einem Bürger oder einem Gaste ein Pfand aufbieten, so soll er es ihm halten sechs

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