Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Journal
- Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
- Volume
- 1860
- Issue
- Heft 1
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 150 (sequence 151)
- Language
- German
- Belongs to
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151 rief zur Zeit Hillels die Bestimmung hervor, daß Nässt und Ab-Bet-Din keine Weihe ohne gegenseitige Zustimmung vollziehen dürfen*). Demgemäß verbreitete sich nach und nach der Titel Rabbi, der unter den Schülern Schamai's und Hillels bereits solche Ausdehnung erreichte, daß der Nässt Simon ben Hillel zur weitern Unterscheidung den Titel Rabban annahm, den sämmtliche Fürsten nach ihm geführt. Es waren deren fieben, nämlich: R. Simon ben Hillel, R. Simon ben Gamliel (genannt: der Alte), R. Simon ben Gamliel I. (erschlagen 70 nach), R. Gamliel (genannt: de-Jabun), R. Josua Ab-Bet-Din. S. Simon ben Gamliel der II. R. Jehuda ha-Nässt, R. Gamliel, von denen der folgende stets der Sohn des Vorhergehenden gewesen und Rabban genannt wurde **). Der Gerechte hieß nun Rabbi, der Ungeweihte, wenn auch bejahrt und äußerst gelehrt: Schüler oder Genosse, wie Simon ben Soma und Simon ben Asai***). Als durch Hadrians harte Gesetze die Gelehrten verfolgt und die Schulen aufgehoben, Tausende von Juden hingerichtet und alle religiösen Gebräuche untersagt worden, opferte sich Jehuda ben Baba (135 n.) der Religion, weihte gegen des Kaisers Verbot fünf Schüler zwischen Uscha und Schesar-Arm, hieß sie fliehen, blieb allein zurück, und starb den Märtyrtod. Er aber konnte die Todesstrafe weder erwarten, noch von ihr getroffen werden, wenn nicht die Weihe die persönliche *) Sanh. Hier. 19 a; Maim. Sanh. §. 4 bis 5. **) Zemach David anno 3768. Buxtorf voce »m cf. Sanhedrin 4lb, wo 9i. Jochanan ben Sakkai in seinem Alter Rabban genannt wurde. ***) Kid. 49. Maccot 6. rjsnnrr?'is Abot....N2N f? rup