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Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums · 1860-01-01 · Heft 1 · p. Seite 130

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Journal
Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums
Volume
1860
Issue
Heft 1
Date
1860-01-01
Page
Seite 130 (sequence 131)
Language
German
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130 die sowohl quantitativ als qualitativ fest begründet steht. Dann haben Eupolemos, Demetrios und Aristeas nach Herzfeld, der erste und der zweite den Pentateuch, und der dritte selbst schon Job der 70 benützt. Aus all dem geht hervor, daß es durchaus nicht gewagt ist, anzunehmen, daß schon im dritten vorchristlichen Jahrhundert eine griechische Uebersetzung des Pentateuchs erfolgt sein müsse. Demnach nennen alle Kirchenvater, so auch Aristobul, Aristeas, Philo, Josefus und Abulfetach den König Philadelphus, unter welchem diese Uebersetzung veranstaltet und ausgeführt ward. Allein eben in Aristobul treten uns Bedenken gegen die Richtigkeit dieser Annahme und die Schwierigkeit entgegen, daß er unter Philadelphus den Demetrius thätig und wirksam sein läßt, was doch unmöglich ist, weil dieser von jenem Könige bei dessen Regierungsantritte mit dem Schlangentode bestraft, oder gelinder erzählt, verwiesen wurde und im Exil starb, da er dem Vater Ptolomäus Lagi, einen andern Sohn, und nicht Philadelphus zum Nachfolger empfohlen hatte. Die Annahme, daß die Uebersetzung unter Philadelphus stattfand, hat auch das gegen sich, weil Aristeas sagt, daß zur Zeit der Uebersetzung der Philosoph Menedemus am egyptischen Hofe gelebt habe, dieser aber ein Schüler des Plato kaum mehr unter Philadelphus habe leben können. Solchergestalt setzen sich Andere über die historischen Quellen und Berichte hinweg, und setzen die Uebersetzung unter Ptolomäus Lagi an; wieder Andere suchen zu vermitteln, und setzen dieselbe in die Jahre 284—282, während welcher Philadelphus schon bei Lebzeiten seines Vaters regierte. Der eifrigste und gründlichste Vermittler ist Herzfeld, er gelangt zu dem Resultate, daß schon unter Ptolomäus Lagi eine griechische Uebersetzung durch Demetrius veranlaßt wurde, aber mangelhaft und lückenhaft. Philadelphus wünschte aber eine vollkommenere Version, daher er diese verwarf und eine andere anfertigen ließ. Herzfeld hat für dieses Resultat noch folgende Motive und Anhaltspunkte. Schon Heketäus, welcher unter Ptolomäus Lagi lebte, ließ sich von Ezekias Stellen

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