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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1921-01-01 · 6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921) · p. Seite 134

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921-1921)
Issue
6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 134 (sequence 144)
Language
German
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134 noch so schönen Worten zum Guten ermahnen, es wird in der Regel doch nur ihrem Beispiel folgen. Der Einfluss z. B. einer Mutter ist ganz unermesslich; ihr Charakter wiederholt sich beständig in ihren Kindern. כעובדי אמא ״ כך עובדי ברתא (כתובות כדג)Die Taten der Tochter sind nicht anders als die Taten der Mutter.“ Es kommt auch noch das Beispiel der andern Familien — und Hausgenossen hinzu. (״ אי לאו דשמעה מבי נשא לא הוי עבדי(חולין קיWenn die Frau des Rabbi Popi es nicht in ihrem Elternhause (R. Jizchok) so vernommen hätte, so würde sie es nicht tun.“ Der Eltern Beispiel, die Gebote unserer Thora zu erfüllen, prägen sich den Kindern fest ein. Und wenn gar Eltern und Schule Hand in Hand gehen und gemeinsam das gute Beispiel geben, so sind die Keime zu allem Guten gelegt. Es ist klar, dass böse Spielgenossen, verdorbene Dienstboten und sonstige schlechte Gesellschaft durch ihr Beispiel die Arbeit der Erzieher gewaltig erschweren können. ״ כל המחובר לטמא טמאWas mit dem Unreinen in Verbindung steht, wird unrein.“ אוי לרשע אוי לשכנו ״Wehe dem Frevler, wehe seinem Nachbar!“ Lebt ein Kind gar in einer Umgebung, in der das Böse von vielen ausgeübt wird, so hat man gegen die grosse Gefahr anzukämpfen, dass das Kind das Böse als etwas allgemein Übliches und somit zu Recht Bestehendes betrachte. Ist das Kind durch schlechte Angewohnheiten zu Sünde gekommen, so sind die Eltern daran schuld, die es nicht verstanden haben, das Kind vor schlechten Gewöhnheiten zu schützen. Auch wenn es sich um ein noch zartes Alter handelt, so darf das Übertreten einer religiösen Vorsclirift nicht entschuldigt werden. Mit der Sünde nämlich befreundet man sich schnell und eingewurzelte Fehler lassen sich kaum noch tilgen. "כיוןדדשדש“ Es ist ein gefährliches Experiment, sich darauf zu verlassen, dass

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