Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921-1921)
- Issue
- 6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 143)
- Language
- German
- Belongs to
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<*■״* Einiges über jüdische Erziehung. Das Ziel wahrer Erziehung und der jüdischen Er- Ziehung insbesondere gipfelt in der Forderung, die Kinder zu Gottesdienern heranzubilden. ״Ich habe ihn erkannt, damit er seine Kinder und sein Haus nach sich verpflichte, dass sie den Weg Gottes hüten, Pflichtmilde und Recht zu üben, damit Gott über Abraham bringe, was er über ihn ausgesprochen.“ Unter den Dingen, die am meisten dazu dienen, die Erziehung unserer Kinder zu Gottesdienern zu beeinflussen, ist wohl an erster Stelle das Beispiel zu nennen. Das Beispiel gibt dem Kind die Gewissheit, dass das Gute vollbracht werden kann, ihm also ebenfalls möglich ist. Überdies veranlasst der Nachahmungstrieb, das zu tun, was grössere, geachtete und geliebte Personen tun, und was schon dadurch imponiert, weil man glaubt, da־ durch grösser zu erscheinen. Zur Zeit, da das Wort noch unverständlich und die Strafe wirkungslos ist, übt schon das Beispiel seinen guten oder schlechten Einfluss aus. Die Psychologie lehrt uns, wie ungeheuer gross der Einfluss des Beispiels auf die Pflege der Phantasie, auf die Bildung des sinnlichen, ästhetischen, intellektuellen, sittlichen, religiösen Gefühls, ja sogar des Ehrgefühls ist. Die erste Forderung an Eltern und Erzieher wird also sein, dass sie selbst den Kindern ein gutes Beispiel geben. (״ שותא דינוקה בשוקא או דאבוה או דאימיה (סוכה. נוWas das Kind auf der Strasse spricht, hat es entweder vom Vater oder von der Mutter gehört.“ Sobald sie selbst ein schlechtes Beispiel geben, so mögen sie das Kind mit