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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1921-01-01 · 6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921) · p. Seite 37

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921-1921)
Issue
6. Jahrgang 5682 = 1921/22 (1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 37 (sequence 37)
Language
German
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37 nisse das Leben der Chassidim schildert; auch diesem Werke haftet jedoch ein wesentlicher Mangel an. Es wird darin ein künstlicher Gegensatz zwischen Talmudismus und Chassidismus aufgestellt und der letztere auf Kosten des erstem verherrlicht, als ob es jemals das Bestreben des Chassidismus gewesen wäre, den Boden des Talmudismus zu verlassen. Nach chassidischen Schriften hat neuerdings Salomo Birnbaum „Leben und Worte des Baalschem“ (Berlin, Welt-Verlag) ausgewählt und ins Deutsche übertragen; ein Büchlein, das trotz einer merkwürdigen Transkription hebräischer Worte recht ansprechend ist. Geschichten, die ausschliesslich mit der chassidischen Richtung im Judentum innig Zusammenhängen, enthalten die „Sagen polnischer Juden“, welche Alexander Eliasberg ausgewählt und übertragen hat. (München 1916, bei Georg Müller.) Die 50 Erzählungen, die uns Eliasberg bietet, zeigen in anschaulicher Weise, wie die Gestalten der populärsten Zaddikim und vor allem der Stifter des Chassidismus mit zahlreichen Sagen und Legenden umwoben werden. Das Buch von Eliasberg ist eine starke Verherrlichung der chassidischen Weltanschauung. Grundlegend sind die Arbeiten von S. M. Dubnow, die sich auch in dessen neuester Geschichte des jüdischen Volkes (Jüdischer Verlag 1921, Berlin) finden. Als einer, dem der Chassidismus angeboren ist, der ihn mit der Muttermilch gleichsam eingesogen, hat uns Chajim Bloch in seinemim Vorjahre erschienenen Werke „Die Gemeinde der Chassidim. Ihr Werden und ihre Lehre, ihr Leben und ihr Treiben“ (Berlin- Wien 1920, Benjamin Harz, Verlag) eine feine und überaus anschaulich geschriebene Darstellung vom Leben und der Lehre des Chassidismus gegeben, ein Werk, dem ich, was

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