Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
- Issue
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 243)
- Language
- German
- Belongs to
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237 „Habe ich Birnen gekauft?“ rief Boruch. „Ist ein Ethrog eine Birne? — Sie haben doch gewusst, dass ich mir die Ethrogim nicht einmachen will!“ „Was geht mich an, wozu Sie die gekauft haben! Meinethalben können Sie sie mit Schlagsahne essen!“ „Herr Direktor!“ rief Hank. „Die Vergleichsververhandlungen haben wirklich keinen Zweck.“ „Aber wieso denn?“ fragte Bandmann, der sich bequem zurückgelehnt hatte und behaglich der Diskussion der streitenden Parteien folgte. „Sie sind doch auf dem Wege zur Verständigung. Lassen Sie die Leute sich nur aussprechen, Herr Rechtsanwalt Kahn!“ „Hank!!“ schrie der kleine Anwalt ausser sich. „Hank?“ sagte Bandmann, scheinbar aufs äusserste verwundert. „Aber diesmal irren Sie sich! Sie haben ja vorhin selbst zu Protokoll gegeben, dass Sie mit allerhöchster Genehmigung Ihren Namen geändert haben und jetzt Kahn heissen!“ Hank schnappte nach Luft. „Sehen Sie doch bitte nach, Herr Referendar Lehnsen!“ sagte Bandmann besorgt. „Wie war es doch?“ Heinz beugte sich tief über das Protokoll: er musste zweimal ansetzen, ehe er antworten konnte. „Rechtsanwalt Hank, — früher Kahn“ sagte er dann im möglichst amtlichem Tone. „Ach, wirklich? — Also doch! — Dann muss ich um Entschuldigung bitten. Nicht wahr, — ein begreiflicher Irrtum? Es konnte ja ebenso umgekehrt sein. — Hank! Jetzt werde ich mir den Namen aber merken!“ „Darum möchte ich aber auch dringend bitten!“ sagte Hank zornig. „Aber warum denn so gekränkt?“ fragte Bandmann unschuldig. „Ich habe mich eben geirrt und erkenne das an. — Jetzt erinnere ich mich auch genau, dass Sie Hank