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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1920-01-01 · 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920) · p. Seite 167

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
Issue
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 167 (sequence 171)
Language
German
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IRI
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167 an Intelligenten erzeugen, die nicht hinreichende Beschäftigung finden können. Alle diese Momente kommen bei der jüdischen Wanderung in Betracht; denn der Jude findet bei der Landwirtschaft im Galuth fast keine Beschäftigung. Er wird in die anderen Berufe gedrängt, wo er im Bereiche der Handwerksarbeit eine Überproduktion an Arbeitern schafft, und nach dem Gesetze des ,,Hindrängens zu den lohnenderen Berufen bei weniger Arbeit“ zu den Intelligenzberufen kommt, wo wieder eine jüdische Überproduktion an menschlicher Leistungsfähigkeit entsteht. Auch dieses ist schon eine Folge der anormalen Lage des jüdischen Volkes, weil der Ausgangspunkt hier die Nichtzulassung zur Landwirtschaft ist, was aber einzig und allein nur dem jüdischen Volke eigen ist: selbst Botokuden und Hottentotten haben doch ihr eigenes Ackerland, das sie selbst bebauen. Allein diese Art der jüdischen Wanderung ist noch die relativ beste; denn sie geht in Ruhe vor sich, sie geht in geregelten Bahnen aus der bisherigen Heimat in die neue, zu erwartende Heimat. Es gibt auch eine Wanderung infolge Rivalität von verschiedenen Volkskräften. Wenn innerhalb eines Territoriums nicht ein Volk, sondern mehrere Völker wohnen, so schafft der Gegensatz der Nationalität eine Reibung zwischen den Mitgliedern der beiden Völkerschaften, und diese bringt ein Missbehagen mit sich, das bis zur Unerträglichkeit sich steigern kann, was dann einzelne und auch mehrere Mitglieder der schwächeren Völker zum Verlassen dieses Territoriums veranlassen mag. Denn das stärkere Volk hält unwillkürlich zusammen; dadurch werden auch die schwachen Mitglieder dieses Volkes in ihrer Widerstandsfähigkeit gestärkt, das schwächere Volk, das dieses Bindemittel nicht besitzt, hat dann auch nicht den nötigen Schutz für seine einzelnen

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