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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1920-01-01 · 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920) · p. Seite 137

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
Issue
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 137 (sequence 139)
Language
German
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IRI
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137 Schriftstellerin George Eliot (eigentlicher Name: Mary- Anny Evans 1819—1880) den Helden der Erzählung, Deronda, sagen: „Die Idee, die mich beherrscht, ist die, meinem Volke wieder eine staatliche Existenz zu verschaffen, es wieder zu einer Nation zu machen, ihm einen nationalen Mittelpunkt zu geben, wie die Engländer ihn haben, obwohl sie gleichfalls über den ganzen Erdball verstreut sind.“1) An diese Engländerin reiht sich würdig die Verfasserin des Buches „Die Waffen nieder“, die grosse Kämpferin für Frieden, Baronin B. v. Suttner heran, die eine warme Freundin der zionistischen Bewegung war. (Vgl. ihre Aufsätze in der ,,Welt“ Jahrgang 1898 ff.) Besonders um die Mitte des vorigen Jahrhunderts entstehen der zionistischen Idee viele Freunde unter den Nichtjuden. Es ist die Zeit der grossen nationalen Bewegungen in Europa; längst unterworfene Völker kehren zu ihrer staatlichen Existenz wieder. Das konnte nicht ohne Einfluss auf die Regelung der Judenfrage sein. Hatte schon Moses Hess, als Jude und Kämpfer für die Erneuerung der Menschheit, durch sein berühmt gewordenes Buch „Rom und Jerusalem“ den Gedanken eines jüdischen Palästina als die „letzte und vollendete Konsequenz der französischen Revolution“ in die Kreise der Gebildeten getragen und sie zur Mithilfe an seiner Verwirklichung angespornt, in erster Reihe jedoch die Juden aus ihrer Untätigkeit aufgerüttelt, so waren es die jüdischen Staatsromane, die „die Einreihung des jüdisch-nationalen Freiheitgedankens in die Probleme der Weltpolitik“ bewirkten. Der schon erwähnte Roman von G. Eliot, die Romane von Lord Beaconsfield-Disraelit trugen den Gedanken des jüdischen Palästina in die x) Vgl. „Daniel Deronda“, Boman von George Eliot, gekürzt herausgegeben von Alexander Eliasberg. Berlin, Jüdischer Verlag, 1918.

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