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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1920-01-01 · 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920) · page 138

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
Issue
5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 138)
Language
German
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J. Heinrich Dunants Bestrebungen für Palästina*). Der Gedanke der Rückkehr des Judenvolkes in das Land seiner Vergangenheit, auf welches es seit Jahrhunderten auf Grund historischer Rechte Anspruch erhebt, fand in allen Zeiten bei vielen Nichtjuden die lebhaftesten Sympathien und die eifrigste Unterstützung. Denker, Diplomaten, Fürsten, hohe Würdenträger der protestantischen Kirche (besonders der anglikanischen) haben seit jeher in der Rückkehr der Juden nach Palästina nicht nur eine Erfüllung der prophetischen Verheissungen, sondern auch einen Akt der historischen Gerechtigkeit erblickt. Diese edlen Männer und Frauen, denn auch nichtjüdische Philozionistinnen gab es noch lange vor dem Auftreten des politischen Zionismus, fühlten, dass sie eine grosse Schuld abzutragen haben, die Europa den Juden gegenüber im Laufe der Jahrhunderte auf sich geladen hat. Lange bevor der politische Zionismus durch Herzl ins Leben gerufen wurde und durch seine Forderung nach einer „öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“ die Augen der gesamten Menschheit auf die Juden und ihr Land richtete, waren es christliche Judenfreunde, die sich mit dem Gedanken der jüdischen Heimat in Palästina auf der Basis des späteren Baseler Programms trugen. In dem im Jahre 1876 erschienenen Romane „Daniel Deronda“ lässt die bekannte englische *) Die Briefe und Materialien, die mir die Behandlung dieses Stoffes ermöglichten, verdanke ich Herrn Rechtsanwalt Dr. D. Farbstein in Zürich, dem ich auch an dieser Stelle meinen Dank aussprechen möchte.

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