Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920-1920)
- Issue
- 5. Jahrgang 5681 = 1920/21 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 32)
- Language
- German
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33 Verlust erlitten. Mit ihm ist ein Mann aus dem öffentlichen jüdischen Leben der Schweiz gecschieden, dessen Herz für alles jüdische warm schlug und der mit seiner Milde und seinem klugen Urteil in der Gemeinde und in den Vereinen, in deren Mitte er wirkte, eine fühlbare Lücke zurücklässt und lange vermisst werden wird. — Von einem schweren Missgeschick ist die Jüdische Heilstätte „Ethania** in Davos, die wir im letzten Jahrgang unsern Lesern im Bilde vorführten, im vergangenen Jahre betroffen worden. Bei den Schneestürmen im Dezember 1919 stürzte eine grosse Lawine auf das oberhalb des Kurhauses liegende jüdische Sanatorium. Während im Nachbarhause auch Menschenleben zu beklagen waren, kamen, ein Glück im Unglück, dank der Geistesgegenwart des Chefarztes, die 50 Patienten und Angestellten in der „Ethania*6, mit dem blossen Schrecken oder leichten Verletzungen davon. Die Verheerungen , welche die Lawine im neu installierten jüdischen Sanatorium angerichtet hatte, waren bedeutender Natur; sämtlich nördlich gelegenen Zimmer waren demoliert, gewaltige Baumstämme hatten sich in das Haus eingegraben. Der wunderbaren Errettung der Patienten bei diesem schweren Lawinenunglück wurde am darauffolgenden Sabbath in den grösseren Synagogen der Schweiz dankbar gedacht. Gleichzeitig galt es, die Spendefreudigkeit der Schweizer Juden aufs Neue zu entfachen, damit diese schöne jüdische Institution aufs Neue eingerichtet werden konnte. Durch die inzwischen beschlossenen Lawinenverbauungen und Aufforstungen, die mit finanzieller Hilfe des Bundes und des Kantons durchgeführt werden, erscheint nach menschlicher Berechnung jede Lawinengefahr für die Zukunft ausgeschlossen zu sein. Am 18. Mai 1920 konnte die neu eingerichtete „Ethania** wiederum dem Betriebe übergeben 3