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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1919-01-01 · 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919) · p. Seite 249

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919-1919)
Issue
4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 249 (sequence 259)
Language
German
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249 für das Ende deines Lebens wünschen, und dann wirst du als der Reichsten einer von hinnen gehen.“ Wie sich später herausstellte, war der Fremde, der diese Worte sprach, kein Geringerer als der Prophet Elias. Tojwje aber hielt ihn für einen einfachen Zauberer und gab ihm eine abweisende Antwort: „Lieber Mann, lass mich in Ruhe! Ich bin ein armer Hungerleider und habe nichts, um dir deine Ratschläge und deine Mühe zu bezahlen.“ Doch der Fremde liess sich nicht abschrecken, wiederholte vielmehr seine Rede, einmal, zweimal, ja auch noch ein drittes Mal, — bis die Sache dem Tojwje doch in den Kopf ging. „Weisst du, lieber Mann,“ sagte er schliesslich, „wenn du es wirklich ernst mit mir meinst und dich nicht etwa nur über einen armen Teufel lustig machst — so muss ich dir sagen, dass ich gewohnt bin, mich in allen Dingen mit meinem Weibe Sserel zu beraten. Auch jetzt kann ich dir keine Antwort geben, ehe ich nicht mit ihr gesprochen habe.“ Der Fremde fand das ganz recht so. Tojwje solle nur gehen, um den Rat seiner Frau einzuholen. Er wolle hier auf die Antwort warten. Tojwje sah noch einmal rund herum: Nirgends eine Spur von Verdienst! Zu verlieren ist ja übrigens nichts dabei dachte er, liess die Rockschösse hinab und ging zur Stadt hinaus, nach seiner Lehmhütte, die weit draussen, schon fast auf freiem Felde stand, um die Sache mit seiner Frau zu besprechen. Als diese ihn des Weges kommen sah — es war Sommerszeit und die Tür stand offen — lief sie ihm mit grosser Freude entgegen, da sie meinte, er bringe ihr schon das erste Geld für den Sabbat.

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