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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1919-01-01 · 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919) · p. Seite 20

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919-1919)
Issue
4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 20 (sequence 35)
Language
German
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35 Mittelpunkte unseres Denkens und Fühlens stehen. Es ist im Vorjahre ari dieser Stelle bereits auf den Ruf hingewiesen worden, den Rabbi A. J. Kuk, der nunmehrige Oberrabbiner von Jerusalem, an das Haus Jakob hat ergehen lassen. Durchdrungen von der Bedeutung der Stunde und von der grossen Aufgabe, die das jüdische Volk heute an sich und an der Menschheit zu erfüllen hat, will der Jerusalemer Oberrabbiner die starken jüdischen Kräfte unter dem Banner Jerusalems sammeln, um sie tätig mitarbeiten zu lassen an der Renaissance des jüdischen Wesens im Lande Israel. An uns ist es, diese Idee, die an anderer Stelle dieses Jahrbuches von hiezu berufener Feder verkündet wird, auf uns wirken zu lassen und sie in ihrer ganzen Grösse zu erkennen. Man mag darüber streiten, ob die Bestrebungen zur Erlangung eines jüdischen nationalen Gemeinwesens in Palästina bereits gelungen sind. Sicher ist, dass das Gewonnene nur durch unablässiges Arbeiten und Mühen zum glücklichen Ziele gebracht werden kann. Die Schwierigkeiten hierbei dürfen nicht verkannt werden: Die Eifersucht unter den Staaten, die erregte Gesinnung der arabischen Bevölkerung Palästinas, die Regelung der jüdischen Einwanderung, die Umschichtung der jüdischen Berufsklassen, alles das sind gewiss Momente, welche die Palästinaarbeit nicht begünstigen. Vielleicht ist noch nie unter gleich unerfreulichen und schweren Bedingungen eine Gemeinschaft von einem Erdteil in einen andern verpflanzt worden, und doch dürfen wir die Zuversicht hegen, dass der Erfolg unser sein wird, wenn wir nur mit ganzer Kraft ans Werk gehen. Es gilt ja auch nicht einen Staat zu gründen, wie die andern Staaten der europäischen Zivilisation es sind. Das jüdische Gemeinwesen soll auf dem Gedanken sozialer Gerechtigkeit und der unbegrenzten Opferfreudigkeit des einen für den andern* errichtet werden. Ein echt jüdisches

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