Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919-1919)
- Issue
- 4. Jahrgang 5680 = 1919/20 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 25)
- Language
- German
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25 Delegationen in Paris treten, das sich nach völliger Beendigung der Arbeiten der Friedenskonferenz wieder auflösen wird. Wohl ist nach den vorläufigen Bestimmungen des Völkerbundsvertrags dem jüdischen Volke der Eintritt in den Völkerbund versagt geblieben. Um so begrüssenswerter ist es, dass bei der internationalenV ölkerbundskonferenz in Bern eine Resolution angenommen wurde, welche besagt, dass dem auf demokratischer Basis national organisierten jüdischen Volke das Recht auf Beitritt zum Völkerbund grundsätzlich zukommt. Doch nicht nur mit Forderungen hinsichtlich der Lage der Juden in den Diasporaländern ist das jüdische Volk vor die Friedenskonferenz getreten, in deren Hand das Schicksal der Menschheit zu liegen schien. Eine weitere nicht minder wichtige Forderung betraf das Recht des jüdischen Volkes auf die Errichtung einer nationalen He imstätte in Palästina. Am 27. Februar 1919 hat der Zehnerausschuss der Pariser Friedenskonferenz die Palästina-Frage erörtert. Die zionistische Delegation, bestehend aus Weizmann, Sokolow, Ussischkin, Andre Spire trugen die Palästina-Forderung des jüdischen Volkes vor, welche in ihrem ersten, grundlegenden Satze besagt, dass das historische Recht des Juden Volkes in Palästina als nationales Heim wieder aufzubauen, anerkannt wird. Damit haben jene Bestrebungen ihren erfolgreichen Abschluss gefunden, welche durch die bekannte Balfour'sche Erklärung vom 11. November 1917 und die ihr folgenden Sympathiekundgebungen verschiedener Staatsmänner und Regierungen ihren verheissungsvollen Anfang genommen haben. Der Gedanke, den am ersten Basler Zionisten-Kongress am 29. August 1897 Theodor Herzl der aufhorchenden Welt verkündet hatte, ist damit von dem entscheidenden Forum