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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1918-01-01 · 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918) · p. Seite 219

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
Issue
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 219 (sequence 220)
Language
German
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hinzu. „Wahrlich, wir kommen in ein Land, wo Milch und Honig fliesst“! ruft ein dritter aus. Gebt uns doch Kundschaft ihr zwölf Brüder, was ihr erspähet habet? „Wohl möget ihr euch hier dieser herrlichen Früchte freuen und träumen von Milch und Honig; aber die Bewohner dieses Landes, die Besitzer dieser Herrlichkeiten werden euch nicht zu diesen Freuden zulassen, sie werden euch aus dem Lande wie Spreu vor dem Winde fegen und eure lieben Kinder werden dem Sklavendienste anheimfallen.“ Jäh krampft sich das Herz der liebenden Mutter zusammen und greift nach ihrem schönen, s^hwarzgelockten Knaben; ihn will sie sicher nicht hergeben. „Welcher Schmerz, wir sind verloren“y. jammert die hoffnungsfreudige Braut; „ich werde als Dirne verkauft“, seufzt die züchtige Tochter. „Gott hat uns verlassen“, gröhlte der von Aegypten hergeschleppte Pöbel, und vor Furcht fällt das ganze Volk ein : „Es gibt keinen Gott, Moses, du hast uns betrogen.“ „Ja, so ist es“, erwidert das Volk. Und die bekannte sonst liebevolle Stimme antwortet jetzt im entrüsteten Tone dem AM KSCHE OREF: „Und eure Kinder, von denen ihr gesagt, sie werden zur Beute werden, diese werde ich hinbringen, und sie sollen das Land kennen lernen, das ihr verworfen habet. Aber eure Leiber sollen in dieser Wüste fallen. Und eure Söhne sollen umherziehen in der Wüste vierzig Jahre und euren Abfall tragen, bis eure Leiber dahin sind in der Wüste.“- „ ... . Wie verwüstet sind wir! Wir sind sehr zu schänden, wir müssen das Land verlassen, denn sie haben unsere Wohnungen niedergeworfen.“ Mit gefesselten Händen sitzen sie auf den Steinen und schauen nochmals die rauchenden Trümmer ihr^er Vaterstadt an. Sie erheben ihre Augen gen Moriah, aber kein Zion ist zu sehen. Wehmütigen, tränenden Blickes sitzen sie da, die Greise, die einst in den stolzen Palästen Recht sprechen

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