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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1918-01-01 · 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918) · p. Seite 180

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
Issue
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 180 (sequence 181)
Language
German
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IRI
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beliebten Pethach Tikwah-Orangen, exportiert. Die Sendungen wanderten nach Alexandrien, Konstantinopel und Liverpool, woselbst sie reissenden Absatz fanden. Es würde zu weit führen, Leben und Treiben in der Kolonie zu schildern. Das ist ein Kapitel für sich. Berufenere mögen erzählen, wie es einen Westeuropäer packt, der zum erstenmal eine jüdische Kolonie in Erez Israel zu besuchen Gelegenheit, hat. Auf meinen späteren Reisen, die migh nach verschiedenen judäischen Kolonien führten, war ich meist in Gesellschaft von Palästinafreunden, die aus Amerika, England, Deutschland, Russland, Aegypten oder Süd-Afrika nach dem heiligen Lande gekommen waren, um daselbst einige Zeit zu verweilen oder sich dauernd niederzulassen. Unter ihnen befanden sich Lehrer, Schriftsteller, Aerzte, Farmer usw. Sie alle waren höchst angenehm überrascht, ja geradezu entzückt von den herrlichen Eindrücken. Mit hohem Interesse lauschten sie den Schilderungen der fleissigen Kolonisten. Diese erzählen dem Besucher in fliessendem, melodischen Hebräisch, unter welch unsäglichen Mühen nach wechselvollem Schicksal eine solche Kolonie entstanden ist; was alles sie schon durchgemacht haben, wie oft schon ihr Leben auf dem Spiele gestanden, welch qualvollen Entbehrungen, Fieberkrankheiten (Typhus, Malaria, usw.), nächtlichen Ueberfällen sie schon ausgesetzt waren. Wahrlich, solchen Pionieren der jüdischen Kolonisation in Palästina kann man nicht genug Achtung entgegenbringen! Auch in Pethach Tikwah gab es Augenleidende, aber die Bewohner der Kolonie waren weniger stürmisch, so dass ich die Kranken, welche sich mir vorstellten, in Ruhe ansehen konnte. Noch vor Sonnenuntergang kehrte ich nach Jaffa zurück, von wo mich am folgenden Mittag die Bahn nach Jerusalem weiter führte. Gute vier Stunden dauerte

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