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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1918-01-01 · 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918) · p. Seite 148

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
Issue
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 148 (sequence 149)
Language
German
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148 der Schönheit: Der eilende Fluss, der stäubende Bach, der ruhende See, sind charakteristische Noten in der Schönheitssymphonie der Natur, die das empfindende Instrument der Seele immer wieder anders erklingen lassen. Jedes Bild der Landschaft, an sich ewig gleich, ist doch hundertfach anders je nach der Beleuchtung, nach dem Gesicht, das der ״Himmel“ dazu macht. Dieser ״Himmel“ selber, was bietet er an Farben und Tönen! Die Reinheit seiner תכלת Bläue empfinden wir als Strahl ungetrübter, überirdischer Erhabenheit und das Spiel der Wolken vom kleinen Streifen bis zur vollständigen Verhüllung ist uns wie verdunkelnde Vermischung mit dem Irdischen. Schön sind die Farben, die die kommende und scheidende Sonne am Horizonte malt, schön an sich und im Verfliessen ins Landschaftsbild, in dem wir stehen. Nun gar die Berge! Durch sie bekommt jede Landschaft wie im wörtlichen so auch im bildlichen Sinne die Note des Erhebenden. Sie sind am Rande einer Flachlandschaft wie der Gruss aus einer anderen, höheren Welt. Ihre Formen und Zacken sind bei aller scheinbaren Willkürlichkeit eine Linie der Schönheit für unser Auge. Sie locken uns hinauf und, folgen wir ihrem Rufe, dann atmen wir die reine Luft ihrer Höhe und sehen unser Tal, aus dem wir emporgestiegen, vom erhöhten Standpunkte, zusammengefasst, als Ganzes und ‘es erschliesst sich uns erst recht die Schönheit der Welt. Steigen wir aber noch höher, so dass das ״Tal der Menschen“ uns ganz entrückt wird, wir es nur in grossen Linien noch erblicken, oder unser Auge nur die Bergwelt allein sieht, dann sind wir im Gebiete der reinen, unberührten Natur. Dann, Seele, schwinge dich auf, nimm auf den Strahl der Ewigkeit, der dich trifft! Hier haben wir die Natur, wie sie aus Gottes Händen hervorgegangen, unberührt vom Umwandlungswerk der Menschen. Das ist das Geheimnis der Wirkung der Berg- und Gletscherwelt

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