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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1918-01-01 · 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918) · p. Seite 135

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
Issue
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 135 (sequence 136)
Language
German
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135 der Feldarbeit das siebte Jahr der Ruhe, da der Acker ruhte und dafür der Geistespflug in stärkerem Masse zur Geltung kommen konnte, um seine tiefen und fruchtbringenden Furchen in die Herzen des Volkes zu graben. Wie wir heute etwa am Vorabend des Wochenfestes, oder des Hoschano rabbo die ganze Thora vor unseren Augen lapidar Revue passieren lassen, so scheint man damals, da selbst das Am hoorez, das Landvolk die Sprache der Schrift ganz beherrschte, einmal in sieben Jahren die ganze Thora noch einmal dem versammelten Volke in Erinnerung gebracht zu haben. Denn wir lesen in der heiligen Schrift über die damalige Art des Leinen wie folgt: „Und Mose gab ihnen die Weisung: Nach Verlauf von sieben Jahren, zur Zeit des Erlassjahres, am Feste der Hütten, wenn ganz Israel, um vor dem Angesichte des Ewigen, deines Gottes zu erscheinen, an den Ort kommt, den er erwählen wird, sollst du diese Lehre in Gegenwart von ganz Israel laut vorlesen. Versammle das Volk, die Männer, die Frauen und die Kinder und den Fremden, der in deinen Toren ist, auf dass sie sie hören und auf dass sie sie lernen“ usf. {5. B. Mose, Cap. 31, V. 10—14.) Also einmal in sieben Jahren hörte das versammelte Volk das öffentliche Vorlesen aus der ganzen Thora an, und Israel brachte damals aus seiner Mitte jene Geistesriesen und Weltpropheten hervor, die mit ihrer Grösse weit über ihr Heimatland und weit über ihre Zeit hinaus die ganze Welt bis auf den heutigen Tag zu überragen vermochten ... Hat das Leinen seitdem an Bedeutung für uns noch gewonnen?; oder müsste es noch viel intensiver seine segensreiche Kraft auf uns ein wirken lassen? Seitdem das Leinen seinen Einzug in alle jüdischen Gotteshäuser nach dem heute üblichen Turnus gehalten hat, sind Jahr-

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