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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1918-01-01 · 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918) · p. Seite 69

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
Issue
3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 69 (sequence 70)
Language
German
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69 j Persönliches von Rabbi Jochanan, | _ I Schon früh zeigten sich bei R. Jochanan die Zeichen ] ausserordentlicher geistiger Begabungen, die wie Vor- ] boten den zukünftigen Lehre» Israels ankündigten. Yater i und Mutter verlor er in der Stunde seiner Geburt; er j sah seine Eltern nie. Es nahm sich seiner sein Grossvater j an, der aller Wahrscheinlichkeit nach ein Schmied war, j worauf die Benennung „Ben Hanappach“, mit der E. Joj chanan hie und da angerufen wird, hinweist.1) Wir wissen | ferner, dass er zu dem Stamme Joseph zählte, womit j wahrscheinlich „ Menasche w gemeint ist. Dank seiner Frühj reife fühlte er sich schon in früher Jagend als Enkel, ) nicht als Sohn. Eine Sehnsucht nach seinen verstorbenen j Eltern bemächtigte sich seiner und er suchte beständig, I sie sich in seiner Vorstellung wachzurufen. Derartige | Gefühle füllten sein zartes kindliches Herz, j Während einerseits eine Sehnsucht nach Ungekanntem und Vorstellungen von ungesehenen Gestalten j ihn träumerisch, visionär stimmten, ermöglichten ihm j andererseits seine Frühreife, sein rasches Erwachen, wie j auch sein aussergewöhnliches Gedächtnis, die reale Er- | -; Anmerkung:: Der Verfasser unternimmt es, Bilder von j Persönlichkeiten der talmudischen Epoche zu zeichnen, welche durch die gründliche Bearbeitung des von ihm beherrschten talmu- 1 dischen Stoffes zugleich zu Kultur- und Geistesdenkmälern jener Zeit werden. Die uns zur Verfügung gestellte Betrachtung ist dem umfangreichen Werke über Babbi Jochanan entnommen, welches Anfang 1919 in Zürich erscheinen wird und auf welches wir unsere Leser besonders aufmerksam machen möchten. Es sei auch auf das Erstlingswerk des Verfassers verwiesen, „Baw, seine Lehren und seine Anschauungen“, das 1918 im Selbstverlag des Ver- ] fassers in Zürich erschienen ist. j Die Redaktion des jüdischen Jahrbuches. | l) Kidduschin 31b. Baba mezia 84.

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