Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
- Issue
- 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 67)
- Language
- German
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66 er erhöht. Dahingegen ging nach derselben Deutung für עפרון das Gottähnliche, das ihm als Mensch zu eigen war, verloren und wird er, ohne ך, als עפרן erwähnt (1 M. 23, 16), da wo er in Habgierigkeit die hohe Be- Zahlung, die er von Abraham für die Höhle Machpela gefordert hatte, in Empfang nimmt. Es würde weit über den Rahmen dieser Abhandlung hinausgehen, wenn alle ähnlichen Namensänderungen in den übrigen Büchern der H. Schrift hier aufgeführt werden sollten; nur sei in diesem Zusammenhang auf die Erniedrigung eines Prophetenschülers hingewiesen, welche einer näheren Erklärung bedarf. Im zweiten Buche der Könige (Cap. 4) lesen wir, dass der Prophet Elisa seinem Schüler גיחזי befiehlt, sich zu dem Sohne der Schunamitischen Frau zu begeben, der gestorben war. Er sollte den Stab seines Meisters mitnehmen, auf dem Wege niemand begrüssen oder zurückgrüssen und den Stab auf des Knaben Antlitz legen. Elisa und die Schunamitische Frau gingen ihm nach. Während nun bis dahin immer von גיהזי die Rede war, heisst es jetzt ganz unerwartet: ״Und גרזי ging voran.“ Es lässt sich diese Schreibweise ohne י nur durch folgende, an diese Stelle geknüpfte Tradition erklären: Dem Gechasi kam das Ganze lächerlich vor. Jeden, dem er auf dem Wege begegnete, redete er an und fragte ihn: ״Glaubst du, dass dieser Stab die Toten beleben kann?“ Deshalb blieb auch seine Handlung im Aufträge des Elisa erfolglos. Aus dieser Tradition geht mithin hervor, dass der göttliche Geist von Gechasi in dem Augenblicke, da er auf dem Wege von seinen skeptischen Gedanken erfüllt wurde, gewichen war. Diese Tatsache wird massoretisch eben festgehalten durch das Ausscheiden des י aus seinem Namen. Obgleich er nun nachher wieder als גי׳חזי erwähnt