Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918-1918)
- Issue
- 3. Jahrgang 5679 = 1918/19 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 66)
- Language
- German
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65 wohl Niemandem in den Sinn kommen, seinen Sohn z. B. Kain oder Jerobeam* zu benennen. Es steht diese Tatsache im Zusammenhang mit den bekannten Anschauungen im Talmud, dass man den Mund nicht zum Bösen öffnen soll, und dass günstige Erwartungen, Ahnungen oder Hoffnungen, welche Namen von mit uns in Beziehung stehenden Dingen in uns wecken, festgehalten werden dürfen. In der heiligen Schrift findet nun bekanntlich nicht selten eine Namensänderung statt, und zwar nicht nur so, dass der Name vollständig wechselt, sondern auch häufig dadurch, dass dem bestehenden Namen einer der dem Tetragrammaton entnommenen Buchstaben י׳ה׳ר hinzugefügt oder entzogen wird. Es deutet dies auf die Erhöhung oder Erniedrigung der betreffenden Person hin. Mansche nannte הושע, als er mit den Kundschaftern zog, יהושע• In prophetischem Schauen erblickte Mausche, so deuten es unsere Weisen, den Josua erfüllt von dem Gottesgeiste inmitten der Kundschafterrotte, indem er sprach: ,יה יושיעך מעצת מרגלים ל, Gott wird dich schützen vor dem Ratschluss der Kundschafter“. Durch das י des Gottesnamen sollte יהושע deshalb für immer erhöht werden. Demgegenüber wurden, nach der aggadischen Auslegung in Tanchumo, die נשיאים (Israels Stammfürsten) ihrer Höhe, worauf sie standen, für verlustig erklärt, da, wo ihnen das י in ihrem Namen entzogen wird, und die H. Schrift sie als נשאם anführt (2 M. 35, 27), weil sie bei den freiwilligen Gaben für das Stiftzelt erst abwarteten, was von anderer Seite dargebracht wurde, bevor sie ihre Edelsteine spendeten. Dem Schwiegervater Mausches יתר wurde ein ו zu seinem Namen hinzugefügt, nachdem er sich, der aggadischen Deutung in Mechiltho zufolge, durch gottgefällige Handlungen ausgezeichnet hatte. Im Namen יתרו wurde 5