Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 209)
- Language
- German
- Belongs to
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208 Habseligkeiten enthielt. Der Jude grüsste den vornehmen Herrn und der Fürst hielt sein Pferd an. „Wie heisst Du, Mauschel?“ fragte er den Juden. „Da der gnädige Herr wissen, dass ich heiss’ Mausche, warum fragen mich der gnädige Herr?“ antwortete der Jude. Fürst Woldemar lachte. „Woher bist Du?“ fragte er weiter. „Aus Strzelno.“ „Wie heisst Euer Edelmann?“ fragte der Fürst. „Der bin ich.“ „Dummer Kerl, Du bist doch nicht der Edelmann von Strzelno!“ „Doch, gnädiger Herr; meine Frau heisst Edel, also bin ich der Edelmann, der Mann von der Edel.“ Fürst Woldemar lachte aufs neue. „Ich meine,“ sagte er dann, „wie Euer Oberster heisst“ „Der bin ich.“ „Du bist doch nicht der Oberste von Strzelno?“ „Doch, gnädiger Herr; man hat mir angewiesen, meine Wohnung auf einem Turm, dass ich soll geben Acht,, wenn irgenwo wird ausbrechen Feuer, und da ich wohne oben im Turm, bin ich der Oberste von Strzelno.“ Fürst Woldemar lachte aufs neue. „Du bist ein pfiffiger Kerl,“ sagte er. „Wohin geht die Reise?“ „Nach Waldburg; dort möchte ich seiner Durchlaucht, dem Fürsten, meine Dienste anbieten.“ „So? womit kannst Du denn dem Fürsten dienen? was verstehst Du denn?„ „Ich bin ein grosser Kenner.“ „Ein Kenner? was ist das?“