Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 139)
- Language
- German
- Belongs to
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138 jedoch sollte eine Aenderung eintreten, denn bei dem Segen, welcher den Wassertieren gespendet wird, heisst es: והעוף ירב בארץ. Die Vögel sollten weiterhin nicht mehr das Wasser als ihr Lebenselement behalten, sondern auf dem Trockenen sich fortpflanzen. Es wurde ihnen von da an der Begriff נפש חיה zuerkannt (vergl. בראשית II. 19 u. 20), während die Vierfüssler auf Erden und im Wasser schon von der Schöpfung an diesen Charakter tragen. Der Gradunterschied der נפש חיה bei Vögeln und Vierfüsslern kommt eben durch den Gradunterschied der שחיטה zum Ausdruck. Es haftet den Vögeln im gewissen Sinne noch der Fischbegriff an.*) gewissen Sinne noch der Fischbegriff an.*) Aus dem Leben von Nachmanides. (Ramban.) Zu den hervorragendsten Männern der spanischen Blüteperiode gehört Moses ben Nachmann, oder kurz, Ramban genannt. Er war nicht nur eine rabbinische Autorität in seiner ohnehin geistig hochstehenden Zeitepoche, sondern betätigte sich auch als Arzt und besass eine achtunggebietende Allgemeinbildung. In Gerona (Catalonien) geboren, offenbarte er schon in zarter Jugend eine ungewöhnliche geistige Begabung, die durch den Unterricht grosser Lehrer zu reicher Blüte sich entfaltete. Ramban beherrschte nicht nur den Talmud in souveräner Weise, sondern studierte auch die Kabala und bewies durch lehrreiche Abhandlungen, dass er in ihren Geist eingedrungen war. Das bekannteste und reifste Werk von ihm ist aber sein Pentateuch (Chumasch) -Kommentar. *) Man vergleiche Chulin 27.