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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1917-01-01 · 5678 = 1917/18 (1917) · p. Seite 130

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5678 = 1917/18 (1917-1917)
Issue
5678 = 1917/18 (1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 130 (sequence 131)
Language
German
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I3Ö sieben Weisen Griechenlands, von den Priestern Aegyptens lernte. Das erste philosophische System, das den philosophischen Grundbegriff Kosmos schuf und selbst den Namen Philosophos prägte (Diog. Laert. VIII. 48, 8.) ist, nach C. Goettling, eine mündig gewordene Tochter der Mythologie, Der Vater der Philosophie war religiös bis ins Innerste und nahm es genau mit den Geboten seiner Religion. Sein Leitsatz: Kenne dich selbst, stand über dem Eingänge des Tempels zu Delphi. Seine Weisheit empfängt er vom Daimonion (Magid) von einer Stimme (Bath-kol), was völlig im Einklänge mit seiner Philosophie steht, Dies soll an einem andern Orte bewiesen werden. Sein Schüler schöpft seine Lehre aus den Schätzen der Mythologie. Der Mythos ist der Gipfel seines Systems. Der Timäus ist ein Mythos von der Weltschöpfung. Den Sophisten besiegt er im Gorgias nur mittels des Mythos von Lohn und Strafe im Jenseits und vom Fortleben der Seele, was besonders im Phädoii ausgeführt ist. Und der Staat, sein nach der heiligen Zahl in zehn Teile zerfallendes Hauptwerk (was vielleicht R. Saadia Gaon im „Haemunoth“ und R. Bachia im Chowath halewawoth als Vorbild gedient haben mag) beginnt im Hause eines prächtigen Alten, der seinem Gotte ein Opfer darbringt und schliesst mit dem eschatologischen Mythos, dem jüngsten Gericht. Ein moderner Philosoph hat daher mit Recht in seinem Werke Plato ein Kapitel, „Plato, der Theologe,“ gebracht. Nun zu Aristoteles! Auch er nennt die erste Philosophie Theologicae. Er ist die Säule der Theologie im Mittelalter. Er bringt in seiner Metaphysik, als er im zwölften Buche, mit dem Beweise der Einheit Gottes, des „Ersten und unbewegten Bewegenden“ auf die Höhe seiner Philosophie angelangt, Beweise für seine Annahme, dass die Gestirne denkende Seelen haben (eine Annahme, die, nebenbei bemerkt, Maimonides, als Aristoteliker, in seinem „ Jad-hachasaka“

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