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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1917-01-01 · 5678 = 1917/18 (1917) · p. Seite 115

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5678 = 1917/18 (1917-1917)
Issue
5678 = 1917/18 (1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 115 (sequence 116)
Language
German
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IRI
…/3135693-3135696--0359-3136082
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115 tet ״Adro“? das was bleibt von Geschlecht zu Geschlecht דקיימא לדרי דרי« So haben wir auch in einer Boraitha gelernt: Ein Feld, in dem ein ״Ador“ steht, wird nicht geraubt und nicht mit Gewalt an sich gebracht (das heisst wenn es zwar bezahlt, aber das Kaufsrecht erzwungen wird) und seine Früchte bleiben bewahrt. Zum Verständnis dieser Talmudstelle, zunächst im eigentlichen Sinne, sei folgendes bemerkt. אדר, Ador, ist nach Traktat Rosch haschonoh, fol. 23 a, eine Cedernart. Es muss ein mächtiger Baum von, in jedem Exemplar, charakteristischer Eigenart gewesen sein, so dass er jedem Güterkomplex ein bestimmtes, allgemein bekanntes Gepräge verliehen. Es konnte deshalb auch bei längerer Abwesenheit des Besitzers niemand dessen Güter als sein Eigentum beanspruchen, weil der Name des Besitzers zusammen mit der Eigenart des Baumes ins Volksbewusstsein überging. Ferner bewirkte der ״Ador“, dass die Früchte des Feldes bewahrt blieben. Nach Raschi entweder, weil er, an den Saum des Feldes gepflanzt, vor Eindringlingen durch seine mächtigen Zweige schützte (vielleicht wohl auch aus dem vorgenannten Grunde der Eigentums-Eigenart) oder, weil er durch seinen Geruch Schädlinge abhielt. Der Talmud gibt für den Namen ״Ador“ zwei Erklärungen: Den Hinweis auf das gleichklingende ״Adir“ im Vers 4 des Psalmes 93: Adir, ״mächtig“, in der Höhe ist Gott und die volkstümliche Benennung ״ ,/אדראAdro“, als Bedeutung des Baumes und seiner Wirkung. Raschi, dem wir bisher gefolgt sind, sieht in der Heranziehung des Psalmverses einen Hinweis auf das Mächtige und Starke des Baumes. Nach dem Rabbeinu Channanel meint der Talmud nicht das eigentliche Pflanzen eines Baumes, sondern will den Rat geben zur Erhaltung seiner Güter mit deren Ertrag צדקה, Wohltätigkeit zu üben, denn ״mächtig“ in der Höhe ist Gott und die Ver-

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