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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1917-01-01 · 5678 = 1917/18 (1917) · p. Seite 114

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5678 = 1917/18 (1917-1917)
Issue
5678 = 1917/18 (1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 114 (sequence 115)
Language
German
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IRI
…/3135693-3135696--0358-3136081
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114 im Gedanken an die Gefahren, von denen unser geliebtes kleines Land umdräut ist, so ergriffen und erhoben, dass ich gerne im ״jüdischen Jahrbuch für die Schweiz“ von der guten Vorbedeutung dieses, nun allen Schweizern teuren Namens einiges plaudern möchte. Zunächst einige allgemeine Bemerkungen über die Bedeutung von Namen. Schon in der Bibel wird den Namen der Erzväter und Stämme ein tieferer Sinn beigelegt. Auch der Lateiner kennt einen Zusammenhang von ״nomen et omen“. Im Talmud wird vielfach von diesem Zusammenhang gesprochen. Im Traktat Brochaus fol. 7 b wird die Vorbedeutung der Namen aus dem Tsaimvers abgeleitet לכו חזו מפעלות ה, אשר שם שמרת ״ בארץGehet hin und schauet die Wirkungen Gottes,, der Verödungen auf Erden gegeben“ (Psalm 46, Vers 9). Es kann nämlich im nichtvokalisierten Texte statt שמות, Verödungen שמות, Namen gelesen werden. Ein tiefer Sinn liegt in dieser Umdeutung der Weisen ,ז, צ׳ ל Der Psalm spricht vom Walten Gottes in der Geschichte. Zwei Gegensätze sind ihr Inhalt: Verwüstungen und Kultur. Die Schöpfer und Förderer der letzteren sind grosse Persönlichkeiten, grosse ״Namen“. Die Blicke der Weisen sehen diese Gegensätze vereinigt durch die Waltung Gottes zu dem Endziele, das im Vers 10 unseres Psalmes negativ als Aufhören aller Kriegstätigkeit, im Vers 11 positiv als Anerkennung Gottes unter allen Völkern ausgesprochen ist. Die Namen werden mit der Geburt gegeben und wenn das nachherige Leben ihrer Träger deren Bedeutung entspricht, so zeigt sich darin die Vorsehung Gottes im geschichtlichen Geschehen. Nun zu der Stelle in Beza 15b. Sie lautet: Wer will, dass seine Güter intakt bleiben, der pflanze darin einen Ador, denn es heisst ״Adir“, mächtig, in der Höhe ist Gott; oder auch weil sein Harne ״Adro“ ist, wie die Menschen sagen: was bedeu-

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