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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1917-01-01 · 5678 = 1917/18 (1917) · p. Seite 108

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5678 = 1917/18 (1917-1917)
Issue
5678 = 1917/18 (1917)
Date
1917-01-01
Page
Seite 108 (sequence 109)
Language
German
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IRI
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108 wähnung. Das Resultat war dann auch, dass die Assyrer ihn auf einige Zeit gefangen genommen und in Ketten nach ihrem Lande geschleppt haben. Der Prophet Jeremia hält gleich zu Anfang seiner prophetischen Tätigkeit eine Rede, in welcher er sowohl das Götzentum, wie die Bündnispolitik geisselt. Wohl ein Beweis dafür, dass er zwischen beiden einen Zusammenhang sah, und zwar Mangel an Gotterkenntnis: „Und nun, was hast Du vom Wege nach Egypten, des Schichors Wasser zu trinken? Und was vom Wege nach Assyrien, die Wasser des Stromes zu trinken? Dich wird Deine Bosheit züchtigen und Deine Abtrünnigkeit Dich strafen, dass Du erkennst und siehst, wie bös und bitter es ist, dass Du den Ewigen, Deinen Gott verlassen und vor mir keine Furcht in Dir ist, spricht der Herr, der Ewige der Heerscharen.“ (Jeremia 2, 18—19.) „Was rennst Du, Deinen Weg zu wechseln? Auch von Egypten wird Dir Schande, so wie Dir von Assyrien Schande geworden ist.“ „Auch von diesem wirst Du gehen, die Hände über den Kopf geschlagen, denn der Ewige verwirft Deine Stützen und es glückt Dir nicht mit ihnen.“ (Jeremia 2, 36—37.) Als König Jojachim mit vielen der Vornehmsten Jerusalems durch die Babylonier weggeführt war, und die Exulanten in ihrem Verkehr mit der Heimat offenbar darauf drängten, Juda möge sich mit Egypten verbinden und das babylonische Joch abschütteln, da schrieb Jeremia seinen bekannten Brief nach Babel, in welchem es u. A. heisst: „Suchet das Heil der Stadt, wohin ich Euch geführt habe und betet ihretwegen zum Ewigen, denn in ihrem Heil wird auch Euch Heil sein.“ „Denn so spricht der Ewige Zebaoth: Lasst Euch nicht betören durch Eure (falschen) Propheten, die

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