Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 106 (sequence 107)
- Language
- German
- Belongs to
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106 ln der Tat ist Ephraim ein Opfer der Assyrer geworden und die „verbündeten“ Egypter machten während der 3-jährigen Belagerung Samarias nicht einmal einen Versuch der Rettung. Auch zu der Zeit König Chiskias, dem Nachfolger Achas’, stand die auswärtige Politik im Zeichen der Bündnisverhandlungen, welche dann und wann durch ein kräftiges Wort von Jesaia kurz und bündig abgebrochen wurden: „Was man den Boten der Völker antworten soll? Dass Gott Zion gegründet hat!“ (Jesaia 44, 32.) Kürzer und deutlicher' hätte man nicht sagen können, dass man die Boten der Völker und ihre Bündnisse nicht brauche. Als später doch wieder Verhandlungen mit Egypten aufgenommen wurden, da lautete das Prophetenwort : „Wehe den widerspenstigen Kindern, spricht der Ewige, die Ratschläge fassen ohne mich, Beschlüsse beschliessen ohne meinen Geist, um Sünde zu häufen auf Sünde. Die ziehen hinab nach Egypten, doch meinen Mund befragen sie nicht, sich zu schützen im Schutze Pharaos und sich zu schirmen im Schatten Egyptens. Es wird Euch Pharaos Schutz zu Schanden werden, der Schirm im Schatten Egyptens zur Schmach.“ (Jesaia 30, I~3.) Der Prophet hat Recht behalten. Das Bündnis von Juda mit Egypten hat den assyrischen König Sancherib nicht daran gehindert, die Stadt Jerusalem enge einzuschliessen, und erst auf das innige Gebet, welches Chiskia zum Himmel emporsandte, kam die Rettung: „Und es war in jener Nacht, da ging ein Engel des Ewigen aus und schlug im Lager Assyriens