Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 106)
- Language
- German
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105 Als zur Zeit des Königs Achas einerseits die oben bereits erwähnte Revolution seitens der Pro-Egypter gegen den jüdischen König, und andererseits ein Bündnis Achas mit Assyrien drohte, da sprach Jesaia zum König: „Es wird der Ewige über Dich, Dein Volk und Dein Vaterhaus Tage bringen, die nicht gekommen, vom Tage an als Ephraim von Juda abfiel , . . . den König von Assyrien!“ (Jesaia 7, 17.) Gleichzeitig aber warnt er die Revolutionäre, die alles Glück von Egypten und dessen Verbündeten (Zehnstämmereich, Syrien, etc.) erwarteten, dass Gott „die gewaltigen Gewässer des Euphrats“ bringen wird, über diejenigen, welche „die langsam fliessenden Wasser des Schiloach (das Bild für die sanfte Regierung der davidischen Könige) verschmähen“. (Jesaia 8, 6). Der Prophet Hosea geisselt die Unaufrichtigkeit einer Politik, welche gleichzeitig ein Bündnis mit Assyrien und eines mit Egypten abzuschliessen sucht: „Ephraim sah seine Krankheit und Juda dessen Heilmittel, Ephraim nämlich ging zu Aschur und schickt gerade zu dem Könige, der gegen es kämpfen soll — der wahrlich wird Euch nicht heilen und aus Euch selbst erwächst kein Heilmittel.“ {Hosea 5, 13.) „So klagt der Hochmut Israels es an, sie aber kehren nicht zu Gott, ihrem Gott zurück, und Ihn suchen sie in allem diesem nicht, — sondern — Ephraim ward, wie eine törichte Taube, ohne Verstand. Egypten riefen sie! Kacli Aschur gehen sie!“ (Hosea 7, 10/11.) „Ephraim weidet Wind, ja jagt dem Oststurm entgegen, den ganzen Tag mehrt es Täuschung und Raub. Und Bündnis schliessen sie mit Aschur! Und Oel trägt man nach Egypten!“ (Hosea 12, 2.)