Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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35 Erklärer macht uns diesen Satz mit einem Gleichnis verständlich. Es war einmal eine Fabrik gegründet worden, welche allerlei Geräte herstellte. Vorzügliche Maschinen, ausgezeichnetes Rohmaterial, geschulte Arbeiter, tüchtige Leiter und Werkführer stellten den Erfolg, wie es schien, ausser Frage. Dennoch zeigte es sich zur allgemeinen Ueberraschung am Ende des Jahres, dass die Fabrik mit einer bedeutenden Unterbilanz gearbeitet hatte. Es stellte sich heraus, dass es unter den Geräten überaus viel Abfall gab, zahlreiche Gegenstände, die brüchig, fehlerhaft und unbrauchbar waren. So kam der Besitzer der Fabrik zu dem Entschluss, das Unternehmen eingehen zu lassen, es sei denn, dass sich für den Abfall neue Verwendung finde und die schadhaften Geräte wieder nutzbar gemacht und dem Gebrauche wieder zugeführt werden könnten. Die Fabrik ist die Welt. Gott hat sie geschaffen, damit die Menschen ihm in Freiheit dienen und dadurch glücklich werden. Doch es gab und es gibt in der Menschheit zu viel Abfall und Sünde, Leichtsinn und Genusssucht, Lüge und Tücke, Falschheit und Gottlosigkeit. Der Bestand der Welt war gefährdet. Da schuf Gott die rillten und gab damit den Menschen, die ihre Ideale verloren haben, die Möglichkeit, sie wiederzugewinnen und aus niedriger Gesinnung und sittlichem Verderben sich wieder zur Reinheit und zu einem Gott wohlgefälligen Leben empor zu arbeiten. * * * „Wir wollen unser Herz in unsere Hände nehmen D'ÖBQ "X D’SD bx 1132^ XtW ZU Gott im Himmel.“ Wie oft hört heute der Gesetzestreue den Vorwurf, er gebe zu viel auf die Aeusserlichkeiten der