Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5678 = 1917/18 (1917-1917)
- Issue
- 5678 = 1917/18 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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34 wenn er uns verzeiht. Er wird nicht grösser, wenn wir gut sind, und bleibt nicht minder gross, wenn wir uns gegen seine Gebote verfehlen. Vergib uns doch, Allmächtiger, so rufen wir daher aus, denn du kannst es, bleibst du doch der gleiche, grosse, gütige Gott, auch wenn wir gegen deinen heiligen Willen gefrevelt haben. Du willst ja nur unser Bestes und . unser Glück. So sieh’ auf unsere Reue und unsern Schmerz, blicke auf die guten Vorsätze, die wir fassen und nimm unsere Busse an. Freilich liegt auch ein anderer Gedanke nahe. Wir berufen uns so gerne zu unserer Entschuldigung auf das Milieu, in dem wir uns befinden, auf die Zeit, in der wir leben und die der Gottesfurcht nicht gerade günstig ist. Die Zeiten, so sagt man, haben sich geändert, und gar schwer ist es. heute, die Gebote der Religion zu erfüllen. Aber in allem Wechsel der Zeiten ist Gott der gleiche geblieben, der gleiche, „ehe und nachdem wir gesündigt“. Er hat sich nicht geändert. Der alte Gott lebt auch in der neuen Zeit und ewig und unveränderlich bleibt sein Gesetz. Nicht nach den schwankenden Anschauungen der Menschen, nicht nach den Ideen der Zeit, die dem Wechsel unterworfen sind, wollen wir uns richten, sondern in der Thora, dem ewigen Worte Gottes, wollen wir das Leitziel unseres Lebens aufs Neue suchen und finden. * * * Wie gross der Wert und die Bedeutung der PDIBT! ist, geht wohl am besten aus einem eigentümlichen Ausspruch unserer Weisen hervor. Gott wollte die Welt schaffen ohne rollen aber sie hatte keinen Bestand. Da schuf Gott die nilttTl, und nun erst konnte die Welt bestehen. Einer unserer grossen