Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5677 = 1916/17 (1916-1916)
- Issue
- 5677 = 1916/17 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 187 (sequence 188)
- Language
- German
- Belongs to
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187 Von diesem Gedanken ausgehend, hat die Kommission zur Verbreitung jüdischer Volksbildung in der Schweiz sich entschlossen, nach Kräften diese Gefahren abzuwenden. Sie möchte gerne das jüdische Wissen, die Grundlage alles jüdischen Lebens, wieder wecken, wo es schlummert, sie möchte den Vereinsamten wieder das Bewusstsein geben, dass sie nur äusserlich vereinsamt seien, dass sie aber in Wirklichkeit ein unzerreissbares Band verknüpfe mit allen denen, die sich ihre Brüder und Schwestern heissen. Sie will mit allen, die es wünschen, in Verbindung treten und die Verbindung zwischen allen hersteilen. Um dieses Ziel zu erreichen, möchte die Kommission jedem Einzelnen soweit entgegenkommen, als es ihre Kräfte gestatten. Ueberallhin, wo es gewünscht wird, wird eine geeignete Persönlichkeit entsandt werden, damit diese in einem belehrenden Vortrage die Liebe zum Judentum aufs Neue entfache und in einer sich anschliessenden gemütlichen Unterhaltungsstunde über alle Fragen, die den Juden der Gegenwart beschäftigen, Aufschluss gebe. Ein solches Zusammensein dürfte ohne Frage die Geselligkeit im höchsten Grade fördern. Die Kommission richtet daher an Alle, die fern von einem jüdischen Zentrum leben, die dringende Bitte, an sie heranzutreten. Jedem Wunsche soll im weitesten Masse entsprochen werden. . . Die alte Tefilla. Im Jahre 18 . . war gegen Ende des Monats Dezember der Winter mit grosser Strenge aufgetreten. Der Nordostwind brachte eine starke Kälte und trieb die dünnen Schneeflocken vor sich her. Ein kleines Mädchen in einem dünnen, abgewaschenen Kleidchen