Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5677 = 1916/17 (1916-1916)
- Issue
- 5677 = 1916/17 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 187)
- Language
- German
- Belongs to
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186 en tirer un profit. L’Ecriture Sainte nous dit que celui qui mange le sang devient féroce, car le sang est l’âme de la bête.“ Plein de respect pour ces lois sages, je ne pus m’empêcher d’admirer ce juif qui les observait aussi strictement. Pour ma part je ne doute pas que tous les juifs n’agissent de la même manière. D’après ce que vous venez de me raconter, dit l’empereur, je ne peux dire autrement que vous êtes des hypocrites. Non seulement vous ne ferez pas de mal aux juifs, mais encore vous serez déshonorés.“ Les fonctionnaires publics s’éloignèrent sans dire mot. Neuchâtel Meier Bernstein. Neben der Heeresstrasse. Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat die Juden der Schweiz in eine eigenartige Lage gebracht. Das Recht der Freizügigkeit hat sie überall hingeführt, wo kluger Sinn die günstigsten Bedingungen für gutes Fortkommen erkannte. Und so finden wir sie heute zu einem grossen Teile nicht mehr in eigentlichen jüdischen Gemeinden, sondern verstreut in Einzelsiedelungen. Darin liegen aber schwere Gefahren für die Zukunft des Judentums in unserem Lande. Der Einzelne kann sich nicht mehr als Teil des Ganzen fühlen, so sehr er den Wunsch dazu haben mag und so sehr er sich nach Anschluss sehnt. Wohl wirken da und dort noch geeignete Kräfte, Männer der älteren Generation; aber der Jugend droht das Gefühl der Zusammengehörigkeit verloren zu gehen. Wohl müht sich diese und jene Institution, das Ganze zusammenzuhalten, aber überallhin haben sie ihre Arbeit nicht tragen können.