Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5677 = 1916/17 (1916-1916)
- Issue
- 5677 = 1916/17 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 167)
- Language
- German
- Belongs to
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166 und des Herzogs Braut, vernahm die Gerüchte, die ihren Bräutigam als einen Juden und als einen Zauberer bezeichneten. Sie war entsetzt ob dieses Geredes und beschloss, die Verleumder zur Verantwortung zu ziehen. Sie liess genaue Erkundigungen einziehen, woher die Gerüchte stammten; zwei römische Conti (Grafen) wurden ihr als die Urheber bezeichnet. In öffentlicher Gerichtssitzung verlangte sie Gerechtigkeit und die Bestrafung der Schuldigen. Diese wurden vor den Kaiser geführt, der auf seinem Throne sass, umgeben von den Grossen des Reiches. Zuerst ward Conte (Graf) Borghia aufgefordert, sich zu verteidigen. Er leugnete nicht; er hielt vielmehr seine Behauptung aufrecht und erbot sich* sie durch Zeugen zu erhärten. Im gleichen Sinne sprach sich Graf Luigi aus. Da trat der Herzog von Böhmen vor und erzählte, was er von jenen zwei Rittern vernommen, die Joseph auf Befehl des Kaisers verhaftet hatten. Der Pfalzgraf vom Rhein hatte vernommen, wie Joseph: „Jakob“ gerufen und hatte gesehen, wie Herzog Bilhard sich umgewendet, und wie er tief errötet war. Der Bischof von Ancona trat vor und behauptete, es gebe kein Königreich Tombutku in ganz Asia. Ein Diener Herzog Bilhards ward herbeigeführt, der von einem Zauberbuche mit wunderbaren Zeichen erzählte, das sich im Besitze seines Herrn befinde. Staunend hörte die Prinzessin all diese gewichtigen Zeugnisse verkünden. Sie bat dann ihren Bräutigam, all die Anklagen siegreich abzuweisen. Mit Hoheit trat Bilhard hervor und warf seinen Handschuh hin. „Mit dem Schwerte,“ rief er, „will ich meine Unschuld beweisen, mein Recht erkämpfen. Wer wagt es,