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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1916-01-01 · 5677 = 1916/17 (1916) · p. Seite 154

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5677 = 1916/17 (1916-1916)
Issue
5677 = 1916/17 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 154 (sequence 155)
Language
German
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154 sich ehrerbietig vor dem Kaiser und den Damen und grüsste die andern mit Hoheit und Würde. „Grossmächtiger Kaiser,“ sprach Jakob, „ich habe Euch ein Schreiben von meinem königlichen Vater, dem Herrscher von Tombutku, dessen zweitgeborener Sohn ich bin, zu überbringen. Dann Hess er sich auf ein Knie nieder und überreichte den Brief. Der Kaiser hob den Prinzen auf, nahm den Brief und übergab ihn seinem Geheimschreiber Egbert. Dieser erbrach die Siegel, las das in lateinischer Sprache abgefasste Schreiben und berichtete dann den Inhalt desselben: „König Kaschmeta, der Herrscher des in Asia gelegenen grossen Landes Tombutku, entbiete dem deutschen Kaiser seinen Gruss. Er sende ihm seinen zweitgeborenen Sohn Bilhard, der ein grosser Kriegsheld und dabei in den Wissenschaften sehr erfahren sei. Er zweifle nicht daran, dass der Kaiser ihn in seinen Diensten, sei es im Frieden oder im Kriege, verwenden könne. Der König wünsche, dass Bilhard seinen bleibenden Aufenthalt in Deutschland nehmen möge, da er mit seinem ältern Bruder, dem Thronerben, sich nicht gut vertrage. Er empfehle ihn daher der Gnade des Kaisers und bitte diesen, die beifolgenden Geschenke entgegenzunehmen!“ Und der Prinz winkte dem Herold, und dieser ging hinaus und brachte für den Kaiser eine goldene Rüstung und für die Kaiserin ein kostbares Perlenhalsband und für die Prinzessin ein Riechfläschchen aus einem einzigen Rubin gearbeitet und gefüllt mit den köstlichsten Wohlgerüchen Indiens. Der Kaiser umarmte den Prinzen und hiess ihn willkommen an seinem Hofe. Dann aber schilderte er mit tiefer Betrübnis seine traurige Lage.

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