Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5677 = 1916/17 (1916-1916)
- Issue
- 5677 = 1916/17 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 144)
- Language
- German
- Belongs to
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143 halten stille Wacht, einstige Gönner und wohlwollende Förderer der Anstalt sind im Bilde verewigt. Sie alle versinnbildlichen trefflich den Charakter, der dieses stille Heim beherrscht, den Geist, der es durchweht. Der Betsaal bietet dasjenige, was ein ehrfürchtiges Herz verlangt. Einen praktischen Blick verrät das Hauptbuch des Verwalters, in welchem die Jahrzeiten eingetragen sind. So ist für die Lebenden und die Toten eine wahrhaft rührende Fürsorge getroffen. Wohl denen, die eine solche Stätte des Segens geschaffen haben 1 Wir aber empfehlen unsern lieben Glaubensbrüdern in berufsfreier Stunde einen Spaziergang ins Altersasyl nach Lengnau, seinem Herzen prägt sich ein unvergessliches Bild ein, und dann wird es ihm auch zur gebieterischen Pflicht, zur Erhaltung dieses Werkes der Menschenliebe ein Scherflein beizutragen. Baden ]. Fröhlich. Einiges über das Lesen. In fast allen jüdischen Druckwerken des fünfzehnten Jahrhunderts finden wir am Schlüsse hervorgehoben, dass man sich dem Glauben hingebe, in Bälde werde die Erde voll von Gotteserkenntnis sein. So steht in vielen: Endlich, endlich ist dem Mangel an Büchern zum Studium abgeholfen. Jetzt bedarf es nur wenigen Geldes, dass sich ein jeder sein Buch anschaffen könne. Ein jeder vom zerstreuten Israel, er mag noch so einsam wohnen und den Umgang mit Weisen entbehren, wird jetzt selbst Belehrung sich verschaffen können. Man bedachte nicht, dass ebenso wie jede grosse Erfindung, so auch die Buchdruckerkunst neben ihren gewaltigen Vorteilen ihre Schattenseiten hat. Denken