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Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz · 1916-01-01 · 5677 = 1916/17 (1916) · p. Seite 138

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Journal
Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
Volume
5677 = 1916/17 (1916-1916)
Issue
5677 = 1916/17 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 138 (sequence 139)
Language
German
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IRI
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138 Dieser Krieg hat in unserem teuren Schweizer Vaterlande Tausende von Glaubensbrüdern festgehalten,, die aus allen möglichen Gründen nicht in ihre Heimat zurückkehren können. Ferner hat uns die Institution der „Kriegs-Internierten“ eine Reihe von z. T. schwerkranken jüdischen Soldaten aller Länder gebracht, die in unseren Bergen und an unseren Quellen Erholung und Heilung suchen. Gar manche haben Genesung gefunden, leider aber nicht alle. Ein Teil findet seine letzte Ruhestätte fernab von der Familie in fremder Erde. Wenn es auch unser Herzenswunsch ist, dass alle, die zur Erholung oder zur Kur unsere Gäste sind, ihre volle Frische und Kräftigung in unserem Lande finden mögen, so müssen wir doch als Menschen damit rechnen, dass, solange das Wort: „Bila Hamowes Lonezach“ nur Hoffuung und nicht Wirklichkeit geworden ist, gar mancher den Weg in die menschliche Heimat nicht mehr findet, sondern hineinzieht in das Land der ewigen Ruhe. Wo soll er bestattet werden, wenn er in einer Gegend ablebt, wo kein jüdischer Friedhof ist? Die Kosten für die doppelten Holz- und Zinksärge und die riesige Eisenbahnfracht (aus dem Engadin bis Zürich ca. 300 Fr., aus Lugano nach Luzern ungefähr ebensoviel), sind oft für die Hinterbliebenen eine kaum zu erschwingende Summe. Dazu kommt noch, dass die Friedhöfe der grossen Städte und jüdischer Gemeinden wertvolles Besitztum sind und eine zu rasche Füllung oft schon deshalb nicht erwünscht ist, weil einzelne kantonale Behörden sich nur schwer zur Bewilligung der Anlage weiterer jüdischer Friedhöfe bereit finden lassen. So herrscht beispielsweise in Genf zur Zeit ein arger Missstand. Die dortige israelitische Gemeinde ge* währt die Beerdigung auf ihrem Friedhof nur ihren Mitgliedern. Die Anlegung eines weitern konfessio-

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