Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5677 = 1916/17 (1916-1916)
- Issue
- 5677 = 1916/17 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 132)
- Language
- German
- Belongs to
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131 Ferner will das Komitee die Frage der kolonisatorischen Emigration des Teiles des jüdischen Volkes, der nach eigener kultureller und wirtschaftlicher Existenz strebt, aufwerfen. Von der Erwägung ausgehend, dass die Judenfrage bisher nicht diejenige Beachtung gefunden hat, die ihr unter den Weltfragen zukommt, hat das Komitee zunächst die Abfassung einer ausführlichen Denkschrift in Aussicht genommen, in welcher speziell die durch den Krieg hervorgekehrten Seiten des jüdischen Problems beleuchtet werden. An alle Staatenlenker und hervorragenden politischen Persönlichkeiten soll die Denkschrift versandt werden, um sie von der Berechtigung der jüdischen Forderungen zu überzeugen Das Komitee ist ferner mit einigen bereits existirenden ähnlichen Organisationen in Dänemark, Holland und Amerika in Verbindung getreten, um mit ihnen zusammen eine einheitliche Aktion vorzubereiten. Eine Konferenz der Juden der neutralen Länder soll einberufen werden, auf welcher die nun zu ergreifenden Massnahmen festgesetzt werden sollen. Insbesondere soll auf dieser Konferenz dahin gewirkt werden, dass es den Juden in irgend einer Weise ermöglicht wird, beim kommenden Friedenskongress für ihre Forderungen Gehör zu finden. Das Komitee hat nicht nur bei allen Juden der Schweiz, sondern auch bei hervorragenden christlichen Mitbürgern die wärmste Sympathie und Unterstützung gefunden. In einer imposanten öffentlichen Versammlung in der Bundeshauptstadt, der hervorragende Persönlichkeiten beiwohnten, wurden die dem Komitee zugrunde liegenden Ideen wirksam dargelegt. Denn nicht hinter den Kulissen will das Komitee arbeiten. Mit Entschiedenheit und offenem Mut will es die jüdischen Angelegenheiten Vorbringen. Denn das Komitee