Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Journal
- Jüdisches Jahrbuch für die Schweiz
- Volume
- 5677 = 1916/17 (1916-1916)
- Issue
- 5677 = 1916/17 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 35)
- Language
- German
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34 Bei יום הכפורים fällt die durch den irdischen Richter zu vollziehende Todesstrafe vollständig weg, und es wird gegen das vorsätzliche Uebertreten des Arbeitsverbots am יו״כ nur die n*"Ü־Strafe angedroht (Buch ויקרא Kap. 23). Nun findet ausschliessliche Androhung der letztgenannten Strafe bei vorsätzlich begangenen Vergehen übrigens nur noch bei solchen Handlungen, die mit der besonderen Lebensaufgabe Israels in Zusammenhang stehen, wie z. B. das Gemessen von Tierblut und gewissen Fettteilen von Tieren, die als Opfer dargebracht werden können, das Gemessen von Opferfleisch nach der dazu bestimmten Frist oder während man unrein ist, das Betreten des Heiligtums in Unreinheit, das Zubereiten des Räucherwerkes zu profanen Zwecken, das Gemessen von Gesäuertem am Pesachfeste, das Geniessen von Nahrung am ו״כ\ Dahingegen findet sich die durch den irdischen Richter zu vollziehende Todesstrafe, welche den Uebertreter des Arbeitsverbots am שבת unter gewissen Bedingungen trifft, nur noch bei drei Gruppen von Verbrechen, die schon in den noachidischen Gesetzen enthalten sind, nämlich:!.Götzendienst; 2. Mord; 3. Blutschande. Durch die Ahndung dieser Verbrechen durch die vom irdischen Richter zu vollziehende Todesstrafe werden die moralischen Grundlagen, die für die gedeihliche Entwicklung der menschlichen Gesellschaft unentbehrlieh sind, geschützt. Es muss mithin auch dem שבת ein derartig universeller Charakter innewohnen. Aus dem Umstande, dass der שבת mit der Schöpfung im engsten Zusammenhang steht, könnte dies schon geschlossen werden. Es hat jedoch der Prophet Jeschajohu diese Wahrheit deutlich verkündet in den bekannten Worten des 56. Kapitels: ,״ אשרי אבוש ובוHeil dem Menschen der den Sabbat hütet, ״dass er ihn nicht entweihe, und seine Hand, dass sie