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Israelitische Annalen · 1841-11-26 · Heft 48 (26.11.1841) · p. Seite 383

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Journal
Israelitische Annalen
Volume
1841
Issue
Heft 48 (26.11.1841)
Date
1841-11-26
Page
Seite 383 (sequence 7)
Language
German
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383 zum"Distriktual-Physikus im tobt. Arvaer Comitat eine rühmliche Erwähnung. *) Außer dem rühmlich bekannten Physikus vr. Groß in Großwardein, ist uns kein anderes Beispiel bekannt, daß ein Jude in Ungarn zum Phvsikat oder zu einem andern Staatsdienste zugelassen oder berufen worden wäre. Doch können wir von unserm löbl. Liptauer Comitat berichten, daß es schon vor Jahren unfern vr. R o se n t h a l zum Honorar - Comitatsphysikus ernannte. Hingegen lesen wir vom Zempliner Comitat die betrübende Nachricht, daß es den inländischen Juden verboten, in diesem für Wein sehr segenreichen Jahre Weine zu machen. Dieses Verbot soll übrigens, wie man hört, von der Hofstelle aufgehoben worden sein. Der wackere L. Holländer bewirkte solches in Wien. Dieser vielseitig gebildete treffliche Mann war es auch, der mit großen Kosten und mit Vernachlässigung des eigenen Geschäfts als einer der zwölf Landesdeputirten bei'm jüngsten Landtage fegen - reich wirkte, Er ist besonders unter den übrigen, geldfressenden Reichen in der ganzen Gegend eine wohlthuende Erscheinung. Auch erwirbt er sich um die zahlreichen Juden im Sa roser Comitat als Obervorsteher, Roschmedinah genannt, vielfache Verdienste. Die Juden dieses Comitats sind in 3 Hauptgcmeinden und Rabbinatssitze getheilt, in Sebes, Pechy-Neu dorf und Zborov. Die Rabbiner halten mit Genehmigung der Behörden alljährliche Versammlungen in Epe ries, Hauptstadt des ConM tats und Wohnort des Herrn Holländer, auf welchc^^ die wichtigem Prozesse und Gemeindeangelegenheiten verhandelt werden. Auf diese Verhandlungen übt nun Herr Holländer einen überwiegenden Einfluß. Wir können nicht von dem achtungswürdigen Holländer scheiden, ohne ihm die Hebung oder vielmehr Erschaffung des Jugendunterrichts an's Herz zu legen. Dies ist freilich bei der so ungebildeten und fanatischen Masse und den noch fanalischern Rabdinen eine sehr schwierige Aufgabe, aber auch eines wackcrn Mannes um so würdiger. — Frankfurt a. M. — Allhier ist endlich eine kleine Reform vorgenommen, indem eine neue Bcgäbnißord- *) Wir dürfen auch nicht unerwähnt lassen, daß dieses Comitat einige jüdische Hebammen salairirt. — Die jüdische Bevölkerung desselben dürfte an 5(10 Familien ausmachen. Sie sind in zwei Haupkgemeinden und Rabbinatssitze getheilt., in Alsv - Kubin, Hauptort des Comitats, und in Namestov. Die gegenwärtigen Rabbiner gehören beide dem chilukischen Rabdinismus an. Dennoch wirb das Bedürfniß nach verbessertem Jugendunterricht allgemein und dringend gefühlt, und es entstand 1840 in Also-Kubin eine jüdische Elementarschule, von welcher in öffentlichen Blättern viel Aufhebens gemacht wurde. Aber sie war das Werk von eigennützigen, durchaus unfähigen Lehrern; daher hatte sie keinen Bestand. Die Lehrer zerfielen mit einander, und ihr Gebäude stürzte zusammen und die Heerde verlief sich. So sind überall die Elemente zur bessern Gestaltung der Dinge vorhanden; nur fehlt es an intelligenten energischen und redlichen Männern, um die Mittel zum rechten Zwecke zu benutzen. Und die Rabbiner? Ach, deren meiste haben sich gegen alles Gute verschworen/ nung, unter Genehmigung der hochwürdigen gemischten Kirchen- und Schulcommission erschienen ist, welche mit dem 1. Jan. k. I. in Kraft tritt. Die altern Begräbnißgesellschaften haben inzwischen unterm 10. d. eine Verwahrung dagegen bei der Behörde eingereicht, indem sie in ihrem Besitz beeinträchtigt zu sein glauben, und einige Stellen der neuen Statuten als ihre Würde verletzend ansehen. Für den höchst wahrscheinlichen Fall, daß es bei Einführung der einmal beschlossenen Ordnung sein Bewenden haben werde, erklären sie ihre Funktionen bis auf Weiteres suspendirt, und nur noch auf Gegenseitigkeit sich beschränkend. Liter atu*. Holländische Bibelausgabe (Pentateuch.) rm^n ■nm 'D De vijf boeken vau Moses met Aanteekeuing der Geboden naar Maimoiiides, benevens de Haphtaroth, naar rituni der ned. sn Port. Israeliten eu de orde der Sabbath- Gebeden en Piutim, met eene getrouwe, naar de verklaarders der H. 8. voor Israeliten bemerkte, zoo veel mogelijk woordelijke Nederduilsche vertaling. Het Hebreeuwsch in de beste orde bijeengebragt en nagezien door G. J. Polak, en de Nederduitsche Vertaling, onder deszelfs toezigt bewerbt door M. S. Polak. Amsterdam bij D. Proops Jacobzoon 1841. (Erster Band Genesis, 78 Blätter gr. 8. Die Zuthaten sind bis jetzt nicht dabei. Bestätigungen vom Oberrabbiner Ascher Lemel im Haag, vom Oberrabbiner Hirsch Herzfeld in Zwoll sind vorgeftellt) (Preis 1 fi., besser Papier V/2 st. Was diese neue Ausgabe von frühem unterscheidet, ist , die mehr wörtliche Uebersetzung. Die beiden Oderrabbii ner sagen in ihrer Bestätigung, baß sie überhaupt keine [j Uebersetzung der heiligen Schrift billigen, daß sie indessen, nachdem man einmal früher schon Uebertragungen nach dem Sinne gut geheißen habe, sie auch diese wörtliche, welche den Unterricht erleichtere, nicht mißbilligen wollen!' Wir haben diesen Theil mit möglichster Sorgfalt durchgesehn, und finden, baß die Herren Verfasser (beide uns persönlich als sehr sachkundige Männer bekannt) alles aufgeboten haben, um einen correcten Text und getreue Uebersetzung zu liefern, wobei sie höchst wahrscheinlich (denn Rechenschaft ist darüber mich! gegeben) auch alle neuern auswärtigen Leistungen zu Rache gezogen haben. Wir wollen hrer über einige schwierige Stellen berichten, H. 3. Ende: ter volmaking, zum Vollenden. II. 5 und 9. rpt£’ und yy beides gleich, geboomte; was wohl nicht ganz zu billigen, in. 11. nicht als Frage, sondern als fragende Behauptung, etwa deutsch: Ihr habt gewiß.IV. 7. Is er niet, indien gij wel handelt, verhooging? scheint uns unverständlich. XI. 6. en nn, zol hun niet verijdele worden alles, wat zij gedenken te doen? — XVI. 13. Gij zijt een zigtbare Alnmgtige! want zij zeide: „Zo heb ik ook hier Engelen (?) gezien na mijn vroeger gezigt!:’ XVIII. 5. oindat gij toch voorbijgekommen zijt, unt) eben so in den übrigen Stellen: dagegen XIX. 8. want deswege,. . zu diesem Unterschiede ist wohl kein Grund. XX. 16. hij zelf is u eene bedekking der oogen voor allen welke bij u zijnj — En voor allen was zij nu geregtvaardigt. —

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