Israelitische Annalen
- Journal
- Israelitische Annalen
- Volume
- 1841
- Issue
- Heft 48 (26.11.1841)
- Date
- 1841-11-26
- Page
- Seite 384 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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381 XXVII. 36. ist ebenfalls die Frage eizenthümlich gefaßt: Om dat inen lieeft genoemd zijnen naam Jaakob^ rnoest hij mij den voetligten nu tweemaal! scheint genau dem Texte entsprechend, xlix. 19. ist auch dem Wortstnne sehr nahe: Gad, eene stroopbende zal liem stroopen hij echter stroopfc ook haar op haar eigen voetspoor! — Minder genau ist XXV. 28. want deszelfs wildbraad was naar zijnen mond. — Man sieht aus diesen Beispielen, daß die Uebersetzung da, wo es darauf ankommt, das Werk eigenen - Fleißes und Nachdenkens ist und nicht bloß fremden nachbetct. — Den Text finden wir correct. Doch ist uns aufgefallen XVIII. 17. nDDD.n und 21 n"PN‘i XXIV. 14. Da st. Da- XXVII. 26 st. 2^ — Uebrigens ist meist die Lesart der Ausgabe Athias von 1661 vorherrschend, neben einzelnen kleinen Abweichungen. Es wäre gut, wenn darüber eine Notiz gegeben würbe. Notice (Tun manuscript liebreu du trait d’aritlimetique d’lbn Esra, conserve ä la bibliotheque royale, par M. O. Terquem. Der geistreiche und gelehrte Verfasser dieser Abhandlung macht uns darin mit dem Hauptinhalt der mystisch-mathematischen Schrift "lEpsn "1DD bekannt, welche bisher noch nicht im Druck erschienen ist, und giebt uns dadurch einen ziemlich klaren Begriff vom Zustande der Arithmetik im 12ten Jahrhundert bei den Arabern und den spanischen Juden. Man nimmt mit Bedauern wahr, wie sehr die damaligen Verirrungen des menschlichen Geistes selbst die Zahlenlehre nicht ungetrübt ließen, wie der Scharfsinn mehr auf Erforschung eingebildeter Kosmischer Beziehungen der Zahlen als ihrer wahrhaft intcreßanlen und höchst merkwürdigen Eigenschaften verwendet wurde. Das Tiefste der lctztern Art, das uns Jbn Esra miltheilt, sind die Sätze, daß das Doppelte einer Summe zweier Quadrate wieder die Summe zweier Quadrate, und bas Dreifache einer Summe dreier Quadrate sich in vier Quadrate zerlegen läßt. Fast sollte man glauben, daß das Willkührliche in unsermDccimalsystem der Numeration dem Scharfblick des I. E. entgangen ist; wie hätte er sonst der Zahl zehn wegen der Rolle, die sie in der Arithmetik nur zufällig spielt, eine so große metaphysische Bedeutung beilegen können. Herr Terquem behauptet, daß die hieher gehörige Erläuterung der geometrischen Deduction in der Uten Pforte im soiD TiDi, wie sie Eichenbaum sKerem Ehemcd 4, S. 113) "gegeben hat, im -0DD” ICD ihre Bestätigung finde, und wir werden die hierauf bezügliche Stelle in eine der nächsten Lieferungen des Zion wörtlich aufnebmen. Sehr auffallend ist es, daß I. E. für eine sehr einfache Aufgabe, die zur Gesellschaftsrechnung zwei in ihren Resultaten verschiedene Auflösungen giebt, und zwar die richtige im Namen der nichtisraelitischen und eine offenbar falsche im Namen der israelitischen Weisen. Die Aufgabe ist folgende: Vier Personen sollen 120 fl. iheilcn. A macht mit Vorzeigung eines Testamentes Anspruch auf das Ganze, so auch B auf die Hälfte, C auf das Drittel und v auf das Viertel. Wie viel erhält jeder? Nach den israelitischen Weisen sagen A, B und C zu D: Du forderst fi. 30; auf diese Summe haben wir aber alle mit dir gleiches Recht; du bekommst also nur 7%, A und B sagen zu 6: Du forderst fl. 40. an fl. 30 hast du schon Theil genommen, du hast also nur noch auf fl. 10 Anspruch, auf die auch wir gleiches Recht haben, du bekommst also noch 3%, daher 7'/2 -f 3% — 10%. Auf eine ähnliche Weise findet es sich, daß B 20% und A 80% erhält. Wir haben vergeblich gesucht, diese Auflösung mit der unerklärbaren Theilungsmethode, die in der Mischnah Kethuboth 10, 4 vorkommt, in Einklang zu bringen. M. Cr. "cy new nnc Hebräisches Lesebuch für die israelitische Jugend von Abraham Kohn, Rabbiner in Hohenems. Hebräischer Theil. Ladenpreis 18 Kr. Deutscher Theil, enthält Uebersetzung, Vorrede und Anweisung für Lehrer. Ladenpreis 24 kr. Dieses auf Kosten des Verfassers erschienene Merkchen, dessen Reinertrag einem milden Zwecke bestimmt ist, hat der Unterzeichnete, nach dem Wunsche des Herrn Verfassers, an hiesigem Orte unter sorgfältiger Correctur drukken lassen, und hat sich dieser Mühe um so lieber unterzogen, als nicht bloß der edele Zweck dazu anregte, sondern die Nützlichkeit des Buches selbst dessen weitere Verbreitung wünschenswerth macht. Wir wollen dasselbe hier nicht recensiren, der Gebrauch selbst muß ausweisen, wie weit man durch diese wohlgewählten Lesestücke bei Anwendung der daneben empfohlenen Methode kommen werde. Uns soll es zur Freude gereichen, wenn durch unsere Vermittelungeine Anzahl Exemplare abgesetzt werden, und sind wir gern bereit, Bestellungen zu effectuiren, jedoch nur gegen baaren Betrag, portofrei eingescndet. I. M. Jost, vr. Uebrigens ist das Merkchen auch bei'm Drucker Herrn A. F. Bach in Frankfurt a. M. Allerheiligengasse Lit. B. 140 vorräthig, so wie durch alle Buchhandlungen, in Frankfurt am Main durch I. D. Sauerländer hicselbst zu beziehen. Die Redaction der Annalen. Zu erwartende Werke. Von unserm Freunde, Hrn. S. vr. Scheyer hieselbst, erscheint binnen kurzem ein für die hebräische Grammatik höchst interessantes Werkchen, Die Lehre vom Tempus und Modus der. hebräischen Sprache, vorzüglich nach den neuern Grundsätzen der Dichotomie. Die Resultate sind eben so überraschend als für Grammatik und Exegese wichtig; die ganze bisherige Lehre vom Vau eonversivum fällt dadurch,- wie denn überhaupt viele Jrrthümer, z. B. von einem praeteritum prophet. u. dgl. beleuchtet und abgewiesen werden. Das Verhältniß der beiden sogenannten Tempora zu einander und in ihren Verbindungen wird sorgfältig erörtert, und namentlich auch zum ersten Male eine erschöpfende Behandlung des hebräischen Oonditionalis versucht. — Der Einfluß des Systems auf Exegese wird durch Uebersetzung der angefübrten Bibelstellen in's Licht gesetzt. Wir machen vorläufig alle Freunde der Grammatik auf dies Werk aufmerksam. Vom Kreisrabbiner CHajes in Ziolkow erscheint diesen Winter m-H eine wissenschaftliche Widerlegung verschiedener Angriffe, besonders Rapaports im Kerem Chemed VI. — Druck und Verlag von Johann David Sauerland fr in Frankfurt am Main.